Roman Weidenfeller

Zuletzt aktualisiert: 09.12.2018

Screenshot Roman Weidenfeller / Wikipedia

Screenshot Roman Weidenfeller / Wikipedia

Roman Weidenfeller ist Torwart von Borussia Dortmund. Seit 2013 ist er außerdem Spieler der deutschen Nationalmannschaft und wurde 2014 Weltmeister in Brasilien. Insgesamt fünf Spiele absolvierte er bisher für die DFB-Elf.

 

Rolle von Roman Weidenfeller bei Borussia Dortmund

 

Nachdem Roman Weidenfeller beim 1. FC Kaiserslautern mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde er im Jahr 2002 ablösefrei von Borussia Dortmund verpflichtet. Damals wollte man eine Absicherung für Jens Lehmann, bekommen hat man eine Dortmunder Institution. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und leichten Patzern im Spiel, hat sich Weidenfeller zur Nummer Eins beim BVB entwickelt. Er spielt mittlerweile seit mehreren Jahren auf einem sehr hohen Niveau und ist unumstritten einer der Führungsspieler bei „Schwarz-Gelb“. Er gibt der gesamten Mannschaft Sicherheit und agiert als felsenfester Rückhalt in der Dortmunder Defensive. Seit der Verpflichtung von Roman Bürki bestreitet Weidenfeller aber nur noch die nationalen und internationalen Pokalspiele, denn in der Liga ist der Schweizer die neue Nummer Eins. Dennoch fühlt sich diese Option aber nicht wie eine Reservistenrolle an, denn er ist immer noch eine tragende Säule der Borussia. Der Vertrag von Roman Weidenfeller beim BVB läuft allerdings am 30.06.2016 aus. Sein Marktwert liegt bei einer Million Euro (Stand: 16.10.15 / transfermarkt.de).

 

Roman Weidenfeller – Fähigkeiten und Skills

 

Roman Weidenfeller gehörte über mehrere Jahre zu den besten Torhütern in Deutschland. Der Borusse ist eindeutig der Chef in seinem Strafraum und strahlt dank seiner enormen Körpergröße eine beeindrucken Präsenz im „Sechzehner“ aus. Diese nutzt er besonders in direkten Eins-gegen-Eins-Situationen gegen den Stürmer, denn dann breitet er sich großflächig aus und lässt den Kasten hinter sich winzig klein werden. Allerdings zeichnet sich Weidenfeller auch durch seine gute Kontrolle von Flanken oder Eckbällen aus. Diese kann er mit größter Sicherheit abfangen. Ebenfalls auffällig ist auch sein hohes Maß an Spielintelligenz. Er erkennt die Chance für einen schnellen Angriff und leitet diesen mit einem langen Ball ein oder aber er baut das Spiel durch einen klugen Abwurf zum Nebenmann auf.

Roman Weidenfeller – Richtung: Immer geradeaus

 

Roman Weidenfeller startete seine Karriere auf dem Fußballplatz1985 im Alter von fünf Jahren bei den Sportfreunden Eisbachtal. Hier spielte eher elf Jahre lang, ehe er in die Jugendabteilung des 1. FC Kaiserslautern wechselte. Bei den „Pfälzern“ absolvierte er zwei Jahre lang eine Ausbildung in den Jugendmannschaften und wurde daraufhin in die zweite Mannschaft übernommen. Insgesamt 74 Mal lief er für die „kleinen Roten Teufel“ auf. Nachdem sich der Keeper auch hier mit guten Leistungen empfahl, stieg er in den Profikader auf. Dank seiner starken Auftritte waren schon bald Bundesligisten an ihm interessiert und so verabschiedete sich Weidenfeller 2002 zu Borussia Dortmund. Gemeinsam mit dem BVB feierte er große Erfolge, erlebte aber auch schwere Zeiten. So wurde er 2007/08 verdächtigt Gerald Asamoah als „schwarzes Schwein“ beschimpft zu haben. Weidenfeller selbst sagt allerdings er habe den ehemaligen Schalker als „schwule Sau“ bezeichnet. Die Wahrheit wird, wie so oft, wohl irgendwo in der Mitte liegen. Dennoch ist Roman Weidenfeller ein echter Typ, denn es auf dem Fußballplatz braucht. Er spricht die Dinge an, die Weh tun und ist sich dabei nicht zu schade auch selbst den Kopf hinzuhalten. Die Borussia wird seinen Vertrag, wenn überhaupt, wohl nicht für all zu lange Zeit verlängern. Dennoch gilt zu hoffen, dass einer wie Weidenfeller dem Fußball erhalten bleibt. In einer glatten und ansonsten reibungslosen Fußball-Welt sind ein paar Kanten immer gern gesehen.

 

Erfolge von Roman Weidenfeller

 

In seiner langjährigen Karriere konnte Roman Weidenfeller schon zahlreiche Titel einfahren. Besonders mit Borussia Dortmund war der Nationalspieler enorm erfolgreich. 2011 wurde er mit dem BVB Deutscher Meister. 2012 konnte er diesen Erfolg noch einmal wiederholen. In den beiden darauffolgenden Jahren reichte es immerhin für die Vizemeisterschaft. 2012 wurde zudem auch der DFB Pokal geholt. Den größten Erfolg feierte Weidenfeller aber 2014, als er mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister in Brasilien wurde.

 

Roman Weidenfeller – Statistik

 

345 Mal stand Roman Weidenfeller in der Bundesliga auf dem Platz. Dabei musste er 385 Mal hinter sich greifen, konnte aber auch 112 Mal ohne Gegentor bleiben. 35 Mal stand er zudem auch in der Champions League zwischen den Pfosten. Neun Mal hielt er seinen Kasten in der Königsklasse sauber, 46 Mal wurde er überwunden. In der Europa League blieb er in zwölf Partien drei Mal ohne Gegentor und fing sich insgesamt zwölf Gegentreffer ein.

 

Roman Weidenfeller – Privatleben & Wissenswertes

 

Geboren wurde Roman Weidenfeller am 6. August 1980 in Diez. Aufgewachsen ist er in Nentershausen im Westerwald. Sein Vater trainierte ihn regelmäßig auf der Wiese, ehe er ins Internat des FCK wechselte. Außerdem ist Weidenfeller gelernter Bürokaufmann. Neben dem Sport ist er Anhänger der römisch-katholischen Kirche und unterstützt roterkeil.net, eine Initiative, die sich gegen Kinderprostitution einsetzt.

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