Raffael

Screenshot Raffael / Wikipedia

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Raffael, der mit vollständigen Namen Raffael Caetano de Araújo heißt, ist Brasilianer und steht derzeit bei Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga unter Vertrag.  

Rolle von Raffael bei Borussia Mönchengladbach

  Zur Saison 2013/14 wechselte Raffael zu Borussia Mönchengladbach. Vorher hatte er auf Leihbasis bereits 16 Spiele für den FC Schalke 04 in der Bundesliga absolviert. Ein nicht unwesentlicher Faktor dieses Wechsel war der ehemalige Gladbacher Trainer Lucien Favre, der bereits bei Hertha BSC Berlin und dem FC Zürich der Trainer von Raffael war. In Deutschland war der Brasilianer bis dato noch gänzlich unbekannt, was sich allerdings schnell änderte. Der Offensivspieler konnte mit seinen Leistungen bei den „Fohlen“ komplett überzeugen. Auch nach der Ära von Lucien Favre gehört der Brasilianer zur Stammkraft in der Offensive neben Max Kruse und Patrick Herrmann. Er ist einer der torgefährlichsten Spieler und Gladbach und gleichzeitig absoluter Publikumsliebling. Statt viel zu reden, lässt der Stürmer Tore für sich sprechen. In den letzten Jahren ist er damit zum Erfolgsgarant für Gladbach geworden und hat sich selber kontinuierlich weiterentwickelt. In der Offensive führt kein Weg an ihm vorbei. Bereits bei der Vertragsunterschrift wurde der Kontrakt bis zum 30. Juli 2017 datiert. Der Marktwert von Raffael liegt bei acht Millionen Euro (Stand: 01.07.15 / transfermarkt.de).

Raffael – Fähigkeiten und Skills

  Raffael hat vor allem eine große Stärke und das ist seine Beidfüßigkeit. Für die gegnerische Abwehr ist er damit ungemein schwer einzuschätzen, denn er kann sowohl mit links, als auch mit rechts abschließen. Darüber hinaus verfügt der Stürmer über eine enorme Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Großchancen lässt er in der Regel nicht aus, sondern trifft zuverlässig. Im Offensiven Zweikampf profitiert er vor allem durch seine südamerikanische Ballkontrolle und das starke Durchsetzungsvermögen. Er hat eine gehörige Portion Willenskraft, die gepaart mit der vorzüglichen Technik zu einer echten Gefahr für die Gegner wird. Für einen Stürmer geht er enorm weite Wege und arbeitet gleichzeitig auch mit in der Defensive. Vor allem profitiert er in den direkten Zweikampfsituationen von seiner guten Grundschnelligkeit. Dank seines Feingefühls am Ball kann er so in höchster Geschwindigkeit am Gegenspieler vorbeiziehen und für Torgefahr sorgen. Darüber hinaus besitzt der Offensivspieler eine hervorragende Schusstechnik und Schussgenauigkeit.

Raffael – Nach einer langen Reise endlich angekommen

  Nachdem Raffael in seiner Kindheit vor allem Futsal spielte, entschied er sich im Alter von zwölf Jahren für eine Fußballkarriere bei EC Vitória im brasilianischen Bahia. Vier Jahre später spielte er bereits beim CA Juventus, einem deutlich bekannteren Verein, der ihn bis 2003 in seiner ersten Mannschaft spielen ließ. In jenem Jahr wechselte Raffael in die Schweiz zum FC Chiasso. Bis 2005 war er hier aktiv, eher er zum FC Zürich wechselte und das erste Mal unter seinem dauerhaften Begleiter Lucien Favre zum Einsatz kam. Favre setzte allerdings nur bei Heimspielen auf den spielstarken Stürmer, da dieser mit seiner offensiven Spielweise nicht in die Auswärts-Taktik des FC Zürich passte. Gleichzeitig sorgte der Brasilianer auch für eine kuriose Story in der Schweiz. Vor einem Super-League-Spiel 2006 war Raffael nicht zur Mannschaftssitzung gekommen und blieb auch über mehrere Tage verschwunden. Da der Verein von einer Entführung ausging, wurde die Polizei eingeschaltet. Später stellte sich allerdings heraus, dass die brasilianischen Spielerberater den Preis für Raffael so nur in die Höhe treiben wollten. Nach 77 Spielen mit 40 Toren verabschiedete sich Raffael aus der Schweiz und wechselte zu Hertha BSC Berlin. Der Stürmer zeigte hier gute Leistungen, für die Hertha lief es sportlich allerdings nicht so rund. Trotz des Abstiegs am Ende der Saison 2009/10 blieb Raffael in der Hauptstadt und stieg nur eine Saison später wieder in die Bundesliga auf. Hertha beendete das Jahr abermals als Absteiger und der Brasilianer wechselte in die Ukraine zu Dynamo Kiew. Hier kam er überhaupt nicht zu recht, wurde kurzer Zeit später zum FC Schalke 04 ausgeliehen und landete schlussendlich bei Borussia Mönchengladbach. Rückblickend werden sich einige Vereine sicherlich ärgern, dass der Brasilianer ziehen gelassen wurde.

Erfolge von Raffael

  Erfolge konnte der Brasilianer als Fußballprofi bislang nur in der Schweiz feiern. Mit dem FC Zürich und Lucien Favre gewann er 2005/06 und 2006/07 jeweils die Meisterschaft in der Super League. In der Saison 2010/11 schaffte der Stürmer außerdem mit Hertha BSC Berlin den Wiederaufstieg von der 2. Bundesliga in die Bundesliga.  

Raffael – Statistik

  Der flexible Offensivspieler gehört mit 208 Spielen schon zu den „alten Hasen“ in der Bundesliga. Raffael war gleichzeitig aber auch enorm erfolgreich und erzielte 58 Tore in der höchsten deutschen Spielklasse. 45 weitere Treffer legte er seinen Mannschaftskameraden auf. 20 Mal wurde der Brasilianer verwarnt, womit er nur jedes zehnte Spiel eine gelbe Karte bekommt. Vom Platz gestellt wurde der Gladbacher in der Bundesliga erst ein Mal. Eine Etage tiefer stand Raffael 30 Mal auf dem Platz und erzielte zehn Tore. Sechs Treffer legte er außerdem vor. International konnte sich der Brasilianer ebenfalls schon behaupten. In der Europa League markierte er in 15 Partien drei Treffer und vier Vorlagen. In der Champions League netzte er acht Mal, zwei Treffer legte er darüber hinaus noch vor.  

Raffael – Privatleben & Wissenswertes

  Raffael Caetano de Araújo wurde am 28. März 1985 in Fortaleza in Brasilien geboren. Sein Bruder Ronny ist ebenfalls Bundesligaprofi und spielt bei Hertha BSC Berlin. Zwei Jahre spielten die Brüder sogar gemeinsam in der Hauptstadt. Der bekennende Zeuge Jehovas ist außerdem verheiratet und hat zwei Kinder.