Sebastian Boenisch

Screenshot Sebastian Boenisch / Wikipedia

Screenshot Sebastian Boenisch / Wikipedia

Sebastian Boenisch ist ein polnischer Fußballspieler, der aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Unter Vertrag steht der Außenverteidiger bei Bayer 04 Leverkusen. Obwohl er zahlreiche Jugendnationalmannschaften des DFB durchlief, ist er seit 2010 Nationalspieler von Polen und absolvierte 14 Partien für sein Land.  

Rolle von Sebastian Boenisch bei Bayer 04 Leverkusen

  Als Sebastian Boenisch im Jahr 2012 einen Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen unterschrieb, war der Verteidiger zu jenem Zeitpunkt ohne Verein. Nachdem sein Vertrag bei Werder Bremen nicht verlängert wurde, sicherte sich die „Werkself“ die Dienste von Boenisch, vorläufig bis zum Saisonende 2012/13. Allerdings hat sich Sebastian Boenisch keinesfalls als kurzzeitige Lösung entpuppt, sondern ist zu einem festen Bestandteil bei Bayer 04 gereift. Auch wenn er es hinter Wendell derzeit enorm schwer hat, Spielminuten zu kriegen, so ergeben sich immer mal wieder Situationen. In diesen ist Boenisch voll für sein Team da und stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft. Dennoch sind die Zukunftsaussichten noch unklar. Laut des Verteidigers soll es aber offenbar nicht bei einer Reservistenrolle in Leverkusen bleiben. Der Vertrag von Sebastian Boenisch bei Bayer 04 läuft noch bis zum 30.06.2016. Sein Marktwert liegt bei zwei Millionen Euro (Stand: 01.07.15 / transfermarkt.de).  

Sebastian Boenisch – Fähigkeiten und Skills

  Sebastian Boenisch ist auf der Außenverteidigerposition optimal aufgehoben. Der 1,91 Meter große Pole kann sich dank seiner Körpergröße optimal in den Zweikämpfen durchsetzen. Darüber hinaus verfügt er auch über eine ansehnliche Grundschnelligkeit. Ein besonderes Attribut von Boenisch ist zudem sein Kampfgeist, denn er gibt auf dem Platz niemals auf. Auch wenn seine technischen Fähigkeiten unter Umständen begrenzt sein mögen, so steckt er niemals auf und gibt immer einhundert Prozent. Im Aufbauspiel schaltet sich der polnische Nationalspieler zudem gerne in die Offensive mit ein. Über die Außenbahn bringt er eine Menge Dampf in das Spiel von Bayer, denn auf den Flügeln sprintet er die Linie auf und ab und sorgt mit gefährlichen Flanken für Nervosität in den gegnerischen Strafräumen. Schlägt er die Flanke nicht gerade selbst, so ist er mit seiner kräftigen Statur auch der optimale Anspielpartner für Flanken und hohe Bälle.

Sebastian Boenisch – Einmal Bundesliga, immer Bundesliga

  1992 begann Sebastian Boenisch seine Karriere beim SSVg 09/12 Heiligenhaus, bei dem er acht Jahre lang spielte. Daraufhin wechselte er zur Borussia Velbert, zu Rot-Weiß Oberhausen und schlussendlich 2003 in die Jugendabteilung von Schalke 04. In Gelsenkirchen gehörte er ab 2004 zur zweiten Mannschaften der „Knappen“ und kam am 25. Oktober 2005 zu seinem ersten Einsatz im Kader von S04. Gleichzeitig war er aber auch noch für die A-Jugend des Vereins aktiv. 2007 verlängerte er seinen Vertrag in Gelsenkirchen, kam daraufhin aber nicht wirklich zum Zug. Speziell zu Beginn der Saison 2007/08 stand er nicht einmal im 18er-Kader und verließ den Verein darauf hin Richtung Werder Bremen. An der Weser lief es zu Beginn nur unwesentlich besser, denn Boenisch fiel nach zwei Kurzauftritten verletzungsbedingt aus. Nach seiner Rückkehr zeigte er aber stabile Leistungen und wurde mit regelmäßigen Einsätzen belohnt. Nach und nach erarbeitete er sich so einen Stammplatz, ehe er in der Saison 2010/11 abermals verletzungsbedingt pausieren musste. Er absolvierte nur ein einziges Spiel in der gesamten Saison und war daraufhin bei Bremen eigentlich kein nennenswerter Faktor mehr. Der Vertrag wurde also nicht verlängert und Sebastian Boenisch verließ Bremen in Richtung Leverkusen. Hier läuft es deutlich besser für den Außenverteidiger, denn obwohl er keinen Stammplatz innehat, sind zumindest die Verletzungen etwas weniger geworden. Aktuell denkt Boenisch aber dennoch über einen Wechsel nach.  

Erfolge von Sebastian Boenisch

  Sebastian Boenisch konnte in seiner Karriere schon einige Erfolge verbuchen. 2007 und 2008 wurde er jeweils Vizemeister in der Bundesliga. 2009 holte er sich den DFB-Pokal und ein Jahr später erreichte er immerhin das Finale. Ebenfalls im Jahr 2009 kam er mit Werder Bremen zudem bis in das Finale des Uefa-Cups, der heutigen Europa League. 2012 nahm er mit seiner Nationalmannschaft an der Fußball-Europameisterschaft teil.  

Sebastian Boenisch – Statistik

  Mit 29 Jahren ist Boenisch in einem optimalen Fußballalter und hat gleichzeitig schon eine ganze Menge Erfahrung vorzuweisen. 123 Mal stand er in der Bundesliga insgesamt auf dem Feld. Dabei gelangen dem Verteidiger vier Treffern. 15 Tore konnte er außerdem vorbereiten. Zwei mal wurde er zudem mit einer roten Karte vom Feld verwiesen. Im DFB-Pokal stand er 13 Mal auf dem Platz. Einen Treffer erzielte er dabei nicht, konnte aber drei Tore vorbereiten. International hat Sebastian Boenisch sowohl in der Europa League, als auch in der Champions League schon gespielt. In der Königsklasse absolvierte er elf Partien und legte einen Treffer vor. In der Europa League hat er vier Partien auf dem Buckel. Einen Treffer oder eine Vorlage konnte er dabei nicht markieren.  

Sebastian Boenisch – Privatleben & Wissenswertes

  Sebastian Boenisch wurde 1987 in Gliwice in Polen geboren. Sein ursprünglicher Familienname lautet eigentlich Pniowski. Da seine Familie 1988 aber nach Deutschland auswanderte, nahm die Familie den Nachnamen Boenisch auf. Angeblich, weil die deutschen Behörden signalisiert hätten, dass der Vater sonst keine Möglichkeit auf einen Arbeitsplatz gehabt hätte. Obwohl er 2009 mit der deutschen U21-Nationalmannschaft Europameister wurde, ist er polnischer Nationalspieler.