Altona 93: Hamburger Fußballkult

Zuletzt aktualisiert: 10.12.2018

Altona 93 ist Kult und hat eine lange Geschichte. Der Verein wurde schon 1893 von Altonaer Gymnasiasten und jungen Kaufleuten gegründet, zunächst um Cricket zu spielen. Bis heute wurde der Verein mehrmals umbenannt. Ab 1919 hieß er VfL Altona, 1923 FC 93 VfL und als er 1938 mit Borussia Bahrenfeld fusionierte, nannte er sich Altonaer FC 93 Borussia, bevor 1979 die Rückkehr zum alten Namen Altonaer Fußballclub 1893 vollzogen wurde.

altona 93

Mehr als ein Stadt-Teil Club

Unter den Fußball-Fans in Hamburg geniesst Altona 93 eine Sonderstellung. Man verfolgt die Spiele der Mannschaft nicht weil diese einem professionellen Fußball Trainingsplan folgen und Woche für Woche grandiose Siege einfahren. Die fußballerischen Künste die auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn dargeboten werden sind eher zweitrangig. Es geht vor allem um das besondere Flair in diesem alten Stadion. Hier erlebt man Fußball-Kultur wie man sie in den modernen Arenen der Bundesliga meist vergeblich sucht. So ist es keine Seltenheit, dass mehr als 500 Besucher die Spiele des fünftklassigen Teams verfolgen und auf der Tribüne Anhänger von HSV und St.Pauli ihre sonstige Rivalität vergessen.

Lange Tradition

Der Altona 93 oder AFC ist einer der dienstältesten Fußballvereine. Im Jahr 1894 gehörte er zu den Gründern des Hamburg- Altonaer Fußball-Bundes und zählte am 28. Januar 1900 zu den 86 Gründungsmitgliedern des Deutschen Fußballbunds. Bis 1904 war der aktive AFC-Spieler Franz Behr auch zweiter DFB-Vorsitzender und pfiff sogar 1903 das Endspiel um die deutsche Fußballmannschaft an. Die erste Glanzzeit erlebte der Fußballverein schon vor dem Ersten Weltkrieg, als er in Serie Hamburg-Altonaer Meister wurde. Von 1998 bis 1900. Zudem scheiterte er 1903 und 1909 erst im Halb-, sowie 1914 im Viertelfinale der deutschen Meisterschaft. Bis 1945 blieb Altona 93 in der jeweils höchsten Spielklasse.

Erfolge und Niederlagen

Nach dem 2ten Weltkrieg startete der AFC einen Neubeginn in der Stadtliga Hamburg. Und 1950 gelang der Mannschaft sogar der Sprung in die Oberliga Nord, der er von 1952 bis zur Gründung der Bundesliga 1963 angehörte. In der Oberliga Nord erzielte der Verein 1954 und 1958 zwei dritte Plätze. Außerdem erreichte der AFC 1955 und 1964 das Halbfinale des DFB-Pokals. Zahlreiche Zuschauer nahmen an diesen Erfolgen Teil. Bis zu 27.000 Zuschauern folgten den Spielen. Bis 1968 hielt sich der Verein in der Regionalliga Nord eher er bis 1984 allmählich in die Hamburger Ligen zurückrutschte. 1974/1975 erregte der Verein noch einmal Aufsehen, als seine Mannschaft im DFB-Pokal das Achtelfinale erreichte, das sie allerdings verlor. Einige Male schaffte der Verein den Aufstieg in die Oberliga musste aber 1997 auch aus finanziellen Gründen in die Hamburger Verbandsliga zurückkehren. Von 2002 bis 2004 spielte der AFC wieder in der Oberliga Hamburg/Schleswig Holstein. Ab 2004/2005 qualifizierte sich die Mannschaft für die eingleisige Fußball-Oberliga Nord. Das Ziel der Saison 2007/08 war die Qualifikation für die neue Regionalliga Nord. Als Vizemeister und zudem als Mannschaft mit den meisten Toren und der besten Heimbilanz gelang dem AFC diese Qualifikation souverän.

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