1971 & 2005: Wettskandale im deutschen Fußball

Zuletzt aktualisiert: 14.11.2018

Zwangsabstiege, Sperren und hohe Geldstrafen sind nur einige Konsequenzen von Wettskandalen

Wenn der Name Robert Hoyzer fällt, macht es sofort klick in den Köpfen der Menschen und zwar nicht nur bei den vom Fußball begeisterten Personen. Untrennbar ist der Name mit einem der größten Wettskandale des deutschen Fußballs verknüpft. Bis dahin war Wettverschiebung im Profifußball nur noch eine Erinnerung, wenn auch eine unliebsame. Denn schon 1971 gab es einen Wettskandal, der weite Kreise in der Bundesliga zog, während der Skandal von 2005 sich auf die unteren Ligen konzentrierte.

1971 kam heraus, dass in der Bundesliga über 50 Spieler Begegnungen verschoben haben. Die Konsequenz waren Zwangsabstiege, Sperren und hohe Geldstrafen. Den Stein ins Rollen gebracht hatte Horst Gregorio Canellas , der Vereinspräsident der Kickers Offenbach. An seinem 50ten Geburtstag hatte er Gästen Tonbänder vorgespielt, auf denen er Spielern von Hertha BSC Geld anbot, damit diese das letzte Saisonspiel verlieren, damit Arminia Bielefeld absteigt und nicht die Kickers, welche dies aber trotzdem taten. Erst 1977 waren die Ermittlungen komplett abgeschlossen und auch die Liga braucht ein paar Jahre, um das Vertrauen der Zuschauer zurück zu gewinnen.

1971 & 2005: Wettskandale im deutschen Fußball

2005 blieb die Bundesliga jedoch sauber, allerdings kostete der Verdacht der Spielmanipulation den Essener Schiedsrichter Jansen die Karriere, obwohl seine Unschuld bewiesen wurde. Hoyzer gestand schließlich seine Spielmanipulationen und hoffte auf eine Bewährungsstrafe. Doch die Richter verurteilten ihn zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft, wodurch die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt werden konnte. Im Juli 2008 wurde Hoyzer jedoch wegen guter Führung entlassen, als Schiedsrichter wird er wegen der lebenslangen Sperre des DFB aber nicht mehr tätig sein.

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