Manuel Neuer akzeptiert Regeln der Ultras Bayern Münchens

Zuletzt aktualisiert: 10.11.2018

Für viele Zuschauer wurde er zum Held der Fußball-WM 2010. Mit seiner Einsatzbereitschaft erarbeitete sich der junge Profi-Fußballer einen Platz im WM-Kader und ersetzte seinen Torwart-Kollegen René Adler. Nun protestierten viele Fans, denn ein Wechsel zum FC Bayern München ist im Gespräch und wird immer wahrscheinlicher, auch wenn beide Seiten vor dem Spiel am 30. April 2011 noch nichts offiziell verlautbaren lassen.

Manuel Neuer – Wikipedia

Sein Leben vor der Bundesliga

Manuel Neuer wurde am 27. März 1986 in Gelsenkirchen-Buer geboren und entdeckte bereits im frühen Kindesalter seine Leidenschaft für den Fußball. Im Alter von vier Jahren wurde er Mitglied in der F-Jugend des FC Schalke 04. Von dem Moment an durchlief er alle Altersklassen im Fußball, stets ohne den Verein zu wechseln, und erhielt 2005 mit zwanzig Jahren seinen ersten Vertrag in der Bundesliga beim FC Schalke.

Zwischen Fußball, Ehrungen und Stiftung

Gleichzeitig mit dem Beginn seiner Profil-Fußballerkarriere verlieh der DFB die Fritz-Walter-Medaille an Manuel Neuer für herausragende Leistungen im Fußball. Nun stand seiner Karriere nichts mehr im Wege. 2006 – nur ein Jahr nach Vertragsbeginn – durfte er bei der DFB-Nationalmannschaft der U21 im Tor stehen. Neuer kämpfte um seinen Platz als Torhüter in der Bundesliga und sicherte sich so seinen festen Platz in der Mannschaft. Schließlich erreichte er 2010 den Höhepunkt seiner Karriere, als er für den verletzten René Adler bei der Nationalelf einsprang. Mit 24 Jahren war er somit der jüngste deutsche Stammtorwart bei einer WM seit 1990. Jedoch ruhte sich Manuel Neuer keineswegs aus, sondern gründete seine Stiftung Manuel Neuer Kids Foundation, die sich um hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in seiner Heimat-Region Gelsenkirchen und Umgebung kümmert.

Abschied nehmen vom FC Schalke

Nach vielen Spekulationen gab Manuel Neuer im April 2011 bekannt, seinen 2012 auslaufenden Vertrag bei Schalke 04 nicht zu verlängern. Nach ca. zwanzig Jahren Vereinstreue verlässt der aufstrebende Torwart Schalke, in der Hoffnung, neue Wege in dem Verein zu gehen und sich weiterzuentwickeln. Unabhängig wie die Fans dazu stehen, so bedeutet der Wechsel möglicherweise eine neuen Aufstieg in seiner Karriere.

Seit Juni 2011 steht der ehemalige Schalke-Spieler Manuel Neuer beim 1. FC Bayern München im Tor. Während die meisten Schalke Fans den Wechsel bedauerten, freuten sich die Bayern Fans auf den Spieler. Von den besten Fans der Clubs, den sogenannten Ultras, erhielt Neuer jedoch heftige Kritik und Proteste. Schließlich war er selbst nicht nur jahrelanger Spieler auf Schalke gewesen, sondern gehörte ebenso zur engsten Fangemeinde seines Heimatvereins.

Gründe für die Proteste

Manuel Neuer begann bereits in seiner Kindheit für den FC Schalke 04 zu spielen und schaffte 2005 den Sprung in die Profiliga. Aufgrund seiner guten Leistungen mauserte er sich schnell zum Stammtorhüter. Nun verließ er 2011 nach insgesamt zwanzig Jahren seinen Heimatverein und wechselte zum 1. FC Bayern München. Dass dieser Wechsel nicht allen Fans gefiel war vorhersehbar, doch hatte wohl niemand mit solch heftigen Protesten gerechnet. Der Hauptgrund hierfür liegt in Neuers Einstellung zu seinem ehemaligen Verein. So gilt er als eingefleischter Schalke-Fan und gehörte zu der Fangruppierung „Ultras Gelsenkirchen“, die ihn nach Bekanntmachung ausschloss. Ebenso musste Neuer mit Protesten seitens der Ultras Bayern umgehen.

Verhaltensregeln für Neuer

Beim Auftaktspiel mit Bayern begrüßte ihn die Mehrheit der Fans, die sich über den talentierten Neuzugang freute. Die Freude trübte sich, als Bayern beim Liga total! Cup gegen den HSV verlor. So hatte Neuer im Spiel nicht nur mit seinen eigenen spielerischen Fehlern zu kämpfen, sondern auch mit dem Unmut der Fans, die seine Patzer mit Pfiffen kritisierten. Daneben verdeutlichten Ultra-Fans in einem Trainingspiel mit Plakaten, dass Neuer ihrer Meinung nach unerwünscht wäre und diktierten ihm schließlich mehrere Benimmregeln. Nach denen darf er sich weder der Südkurve nähern noch sein Trikot hineinwerfen. Ebenso untersagen sie ihm Gesänge anzustimmen und sich über die Ultras in Interviews zu äußern. Letzten Endes darf Neuer nicht das Vereinslogo auf dem Bayern Trikot küssen, das in dem Ranking der beliebtesten Trikots der Bundesliga hinter Schalke 04 liegt. Während sich der Vorstandschef Rummenigge über diese Art der Proteste aufregte, blieb Neuer gelassen und akzeptierte zum Erstaunen von Teamkollegen und Fans die Benimmregeln, da er inoffiziell Schalke-Fan bleiben werde.

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