3. Liga: Reform der Aufstiegsregelung stellt DFB vor Mammutaufgabe

Geht es nach den Vorstellungen des DFB-Vorstandes, ändern sich noch dieses Jahr die Aufstiegsregelung für den Aufstieg in die 3. Liga. Bereits kommende Saison könnten die Teams der geteilten vierten Liga von der Neuregelung profitieren. Um genau zu sein, soll die Neuregelung dafür sorgen, dass zukünftig alle fünf Meister der geteilten vierten Liga sofort aufsteigen. Entsprechende Spekulationen bestätigte DFB-Präsident Reinhard Grindel der Funke-Mediengruppe.

DFB plant neue Aufstiegsregelung: Welche Variante setzt sich durch?

Aktuell diskutiert der DFB hier drei unterschiedliche Modelle. Bei diesen würden die Qualifikationsspiele sozusagen wegfallen und ein direkter Aufstieg möglich ist. Insiderinformationen zufolge soll noch dieses Jahr ein Beschluss des DFB-Vorstandes fallen, der dafür sorgen wird, dass in der kommenden Saison das bisherige Verfahren mit den Qualifikationsspielen wegfallen könnte. Zu dem Vorhaben äußert sich zum Beispiel der sächsische DFB-Vize Hermann Winkler extrem positiv. Er unterstütze die Initiative und wird versuchen gemeinsam mit seinen Kollegen in den Landes- und Regionalverbänden über die möglichen Aufstiegsregelung-Modelle zu diskutieren.
Aufstiegsregelung

Aufstiegsregelung betrifft auch Wettfans der Regionalligen!

Folgende Varianten werden aktuell beim DFB und den Verantwortlichen diskutiert:

Variante 1:

Aus den jeweiligen fünf Regional-Ligen steigt der jeweils Erstplatzierte auf. Gleichzeitig steigen aus der dritten Liga fünf Vereine ab. Das führt zu einem Problem. Denn die dritte Liga müsste für dieses Vorhaben von 20 auf 22 teilnehmende Mannschaften aufgestockt werden. Gleichzeitig würde sich die Spielzeit um vier Spieltage insgesamt verlängern. Diese Variante besitzt den größten Sprengstoff und sorgt für hitzige Diskussionen. Denn nach wie vor ist unklar, woher jetzt die zwei zusätzlichen Teams stammen. Das ließ der DFB bis dato noch komplett offen. Ob diese dann aus der zweiten Liga oder der Regionalliga kommen, steht hier noch nicht fest.

Variante 2:

Dabei handelt es sich um ein sogenanntes rollierendes System. Darunter versteht man umgangssprachlich, dass ein Planungsverfahren in regelmäßigen Zeitabständen mithilfe neugewonnener Erkenntnisse & Zahlen neu bewertet und justiert wird. Ein gängiges Vorgehen in der Industrie. Insbesondere bei Produktionsplanungen & Projektmanagement. Im Falle der Aufstiegsregelung hieße das, dass alle fünf Jahre neu beschlossen wird, welche drei Erstplatzierten direkt aufsteigen. Die übrig gebliebenen beiden Regionalliga-Gewinner kämpfen dann um einen vierten Aufstiegsplatz in einem Match.
Aufstiegsregelung

Auf- und Abstieg sind immer extrem emotionale Angelgenheiten. Für welche Aufstiegsregelung entscheidet sich der DFB für die kommende Saison?

Variante 3:

In diesem Fall spielen die Staffelsieger und der zweitplatzierte aus Regionalliga Südwest in zwei Dreiergruppen vier Aufsteiger aus. Diese Variante gilt ebenfalls als sinnvolle Kompromisslösung. Diesen Vorschlag zur Aufstiegsregelung brachte bereits vor Monaten unteranderem DFB-Vize Rainer Koch ins Spiel.

Welcher Vorschlag setzt sich durch?

Bei den vorgeschlagenen Varianten würden sowohl bei Variante 1 als auch bei Variante 2 mehr Clubs aus der Regionalliga aufsteigen. Bei allen drei Varianten bleibt die Beibehaltung der fünf Regionalligen erhalten. So gesehen, besitzen die drei Varianten Vor- und Nachteile für die beteiligten Teams. So meldet sich bereits der für die dritte Liga zuständige DFB-Vize Peter Frymuth zu Wort. Dieser erklärte, dass der von den Medien forcierte Eindruck, dass der DFB Variante 1 bevorzugt, bei der die dritte Liga auf 22 Vereine aufgestockt wird, genauso zur Debatte steht wie die anderen beiden Varianten. Bis jetzt sei noch keine Entscheidung getroffen.

Fazit: „Eine Aufstiegsregelung, die alle zufriedenstellt, wird nicht realisierbar sein!“

Der DFB will versuchen, hier die bestmögliche Kompromisslösung zu finden. Eine Lösung, bei der alle Beteiligten zufriedengestellt werden können, wird nicht möglich sein. Übersetzt heißt das, dass der DFB hier eigentlich einer Mammutaufgabe gegenübersteht. Denn hier werden sowohl die Interessen der Vereine der dritten Liga, der Regionalligen und der Oberligen berücksichtigt werden müssen. Gerüchten zufolge soll die Verabschiedung der neuen Regelung zu der Aufstiegsregelung in der 3. Liga noch im Dezember beschlossen werden.
 
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