Oliver Kahns Abschiedsspiel: Was danach kam

Am 02.09.2008 wurde einer der größten deutschen Torhüter verabschiedet: Oliver Kahn, der Titan, darf in einem Spiel Abschied nehmen, welches es in dieser Form nicht für jeden Spieler gibt. Für den FC Bayern München lief Oliver Kahn gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft auf. Piotr Trochowski war der letzte Spieler, der Oliver Kahn überwinden konnte, in der 75. Minute drehte Kahn dann seine Ehrenrunde in der Allianz-Arena und beendete die aktive Karriere - und was kam dann?

Duo Infernale: Kahn & Müller-Hohenstein

Thomas Helmer und Konsorten haben es vorgemacht: Wenn die aktive Karriere vorbei ist, Fußballschuhe und Torwarthandschuhe an den Nagel gehängt wurden und man nicht unbedingt Trainer werden will, findet sich auch eine Anstellung beim Fernsehen. Und so moderiert Oliver Kahn seit der EM 2008 im ZDF, zunächst mit Johannes B. Kerner, bevor dieser seinen Platz für Katrin Müller-Hohenstein räumte. Auch wenn die beiden nicht die Beliebtheitsdimensionen des Duos Delling/Netzer erreichen, läuft die Zusammenarbeit mit beiden sehr erfolgreich, so dass Kahn seinen ursprünglich bis 2010 laufenden Vertrag verlängerte. 2009 lief zudem in China eine Castinshow mit dem Titel „I never give up - The Kahn Principle“, bei der der beste Nachwuchstorhüter ermittelt werden sollte und Kahn als Juror fungierte. Als Belohnung winkte ein Training beim DFB. Er war der Titan der Fußballwelt. Zahlreiche Fußballspiele spielte er auf nationaler wie internationaler Ebene. Als einer der besten Torhüter weltweit verhalf er seiner Mannschaft zu zahlreichen Siegen und verhinderte Niederlagen. Obgleich er zeitweise für Skandale sorgte, kletterte er die Karriereleiter weiter hinauf. Doch schließlich kam das Ende seiner glorreichen Zeit als Profi-Torwart und der Ex-Fußballer entdeckte neue Talente.

Kurzbiographie seiner Fußballkarriere

Oliver Kahn, geboren am 15. Juni 1969 in Karlsruhe, erlebte 1987 sein erstes aktives Bundesligaspiel beim Karlsruher SC. Schnell entwickelte er sich zum 1. Torwart der Mannschaft und viele Jahre folgten, in denen er die Aufgabe stets meisterte. 1994 erhielt er die höchste Ablösesumme, die ein Spieler bis dahin erhalten hatte und ersetze Torhüter Raimond Aumann im FC Bayern München. Ab diesem Moment ging es in seiner Karriere steil aufwärts. Dabei blieb er den Bayern stets treu und bestritt zahlreiche Spiele in der WM-Mannschaft. Seinen letzten großen Auftritt erlebte Oliver Kahn in seinem Abschiedsspiel in gegen die deutsche Nationalmannschaft am 2. September 2008. Bevor er in der 75. Minute ausgewechselt wurde, applaudierten Fans und Spieler beider Teams. Gleichzeitig erhielt er die Auszeichnung zum Ehrenspielführer des FC Bayern München.

Kahn goes TV

Nach dem Erscheinen seiner Biographie sowie zwei Bücher und dem Ende seiner Zeit als Spieler, entdeckte Oliver Kahn neue Talente. So moderiert der ehemalige Titan als Fußballexperte für das ZDF und engagiert sich im sozialen Bereich, z. B. mit seinem Projekt Bunt kickt gut. Schließlich versuchte sich der ehemalige Fußballprofi als Jurymitglied in seiner eigenen Casting-Show in China. Die Sendung entwickelte sich jedoch zum TV-Flop, eine Befürchtung, die Oliver Kahn bereits in der allerersten Sendung der Casting-Show hatte.

 Student Kahn

Noch während seiner Karlsruher Zeit hatte Oliver Kahn - im Hinblick auf die Zeit nach dem Fußball - ein BWL-Studium angefangen und das Grundstudium auch erfolgreich abgeschlossen. Nun studiert er seit 2009 in Österreich um seinen Master of Business Administration zu machen. Im Interview mit dem Unispiegel spricht Kahn über die Umstellung von körperlichen zu geistigen Herausforderungen und über die Tatsache, dass es erheiternd ist, wenn man sich als ehemaliger Nationaltorhüter vorstellen kann. Mit seinem Studium möchte Kahn seinen Wiedereintritt in die aktive Fußballwelt einleiten, Gerüchten zufolge waren sowohl der FC Schalke 04 als auch der 1. FC Köln als Manager bzw. Sportdirektor an ihm interessiert. Sicher ist, dass Kahn wohl keine Schwierigkeiten haben dürfte, sich weiter zu beschäftigen. Oliver Kahn – Wikipedia

Oliver Kahn und Tipico

Tipico und Oliver Kahn sind Ende 2012 eine strategische Partnerschaft eingegangen. Der Torwart-Titan wird in den kommenden Jahren als Markenbotschafter und Geschäftspartner von Tipico auftreten. Am 15. Januar 2013 wurde diese Kooperation im Rahmen einer Pressekonferenz zur Eröffnung des ersten Tipico-Flagshipstores by Oliver Kahn in Hamburg öffentlich bekannt gegeben. Der Shop ist ein gemeinsames Projekt von Oliver Kahn und Tipico und stellt den Anfang einer Vielzahl weiterer Tipico-Flagshipstores by Oliver Kahn dar. Die Kooperation zwischen dem dreifachen Welttorhüter und dem führenden deutschen Wettanbieter erstreckt sich auf weitere gemeinsame Projekte, in denen Oliver Kahn als Markenbotschafter für Tipico auftritt.
 

Interview mit dem Titan

FRAGE 01 /
Herr Kahn, was hat Sie bewogen, Markenbotschafter für ein Sportwettunternehmen zu werden?
Sportwetten sind seit Jahren ein ganz natürlicher Partner des Sports, sie gehören einfach dazu. Außerdem begeistern sie Millionen Menschen aus allen Bevölkerungsschichten. Das liegt sicherlich auch daran, dass sie Wettbewerb mit Unterhaltung verknüpfen. Die großen Sportwettunternehmen haben eine Professionalität im Angebot und Auftritt, die keinen Vergleich zu anderen Branchen zu scheuen braucht. Tipico als führendes, marktgestaltendes Unternehmen ist für mich hier erste Wahl.
 
FRAGE 02 /
Haben Sie keine Sorge, dass Sie durch Ihr Engagement Menschen in die Spielsucht treiben?
Ich denke, es ist ein ziemlich typischer Reflex in Deutschland, auf Dinge, die eher neu und weniger bekannt sind, mit Ablehnung und Angst zu reagieren. Hinzu kommt, dass die privaten Anbieter von Sportwetten bei uns viele Jahre als illegal und gefährlich diffamiert wurden. Natürlich ist die Spielsucht eine ernstzunehmende Krankheit, doch Tipico nimmt seine Verantwortung sehr ernst und betreibt einen hohen Aufwand, Kunden über die Risiken der Spielsucht aufzuklären und Beratungsangebote zu unterbreiten. Man kann aus meiner Sicht aber nicht für das problematische Verhalten einiger Weniger wesentliche Teile der Bevölkerung bevormunden.
 
FRAGE 03 /
Haben Sie schon selbst gewettet?
Selbstverständlich. Man sieht ein Spiel ganz anders, wenn man selbst darauf gewettet hat.
 
FRAGE 04 /
Und, wie sieht es mit Ihren Erfolgen als Wetter aus?
Es ist wie im richtigen Leben, mal gewinnt man, mal verliert man. Und wie im Sport schadet es nicht, gut vorbereitet zu sein. Wenn man sich intensiv mit den Mannschaften und ihren Leistungen auseinandersetzt, kann man schon das eine oder andere Mal dem Buchmacher eins auswischen.
 
FRAGE 05 /
Was genau wird denn Ihre Aufgabe als Markenbotschafter sein?
Gemeinsam mit Tipico möchte ich Sportwetten noch wertiger als bisher präsentieren. Das können zum Beispiel Wettbüros in guten Innenstadtlagen mit breitem Unterhaltungsangebot sein. Genauso möchten wir dem Leistungsgedanken in seiner positiven Ausrichtung mehr Gewicht verschaffen. Ich freue mich in jedem Fall auf die Zusammenarbeit.
oliver kahn tipico