Sollen Livewetten wirklich bald verboten werden?

Hat es sich bald wirklich ausgezockt? Werden Livewetten abgeschafft und was steckt eigentlich dahinter? Momentan sind die Diskussionen um die Livewetten stärker denn je. Bereits in Tirol sollen schon die ersten Livewetten verboten werden. Doch was ist der Grund dafür? Gibt es einen Auslöser?

 

Viele Sportwetter sind mittlerweile geschockt darüber, was sich derzeit auf dem Sportwetten Markt entwickelt. Die meisten von ihnen wissen nicht einmal, wie sie weiterhin handeln sollen, vor allem wenn die Diskussionen um Livewetten und vor allem auch generell um die Lizenzen ständig weiter gehen.

 

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Tirol ist mittlerweile ganz nah dran ein Verbot für die Livewetten zu stellen und somit auch die Suchtprävention zu forcieren. Im Voralbberg gibt es daher bereits ein Gesetz dafür. Weitere Bundesländer werden wahrscheinlich schon bald folgen. Lange wird es daher nicht mehr dauern, bis sich auch die anderen Bundesländer Gedanken dazu machen werden, wie es generell mit den Livewetten weitergehen wird.

 

Die ersten Gedanken der Abschaffung von Livewetten

In Wien wird bereits heiß diskutiert. Livewetten sind mittlerweile bei vielen Sportwettern die beliebteste Variante, um sich nebenher ein wenig Geld zu verdienen. In den Wettbüros und vor allem auch in den Online Wettportalen werden die Geldbeträge nicht nur auf das eigentliche Endergebnis gesetzt, sondern auch auf Ergebnisse während eines Spiels. Diese Spezialwetten sorgen daher für eine große Beliebtheit und bieten gleichzeitig dem Sportwetter eine gute Möglichkeit, sich mit wenig Einsatz einen Gewinn zu erspielen. Nun sollen die Livewetten in dieser Form in Tirol verboten werden. Die Geldeinsätze bei diesen Wettvarianten sind einfach zu hoch, sodass es bei den Sportwettern zu deutlich hohen Verlusten kommt. Dies steigert dementsprechend auch das Suchtpotential, welches eigentlich generell eingeschränkt werden sollte.

 

Bei diesem Verbot soll generell der Kundenschutz und die Suchtprävention im Vordergrund stehen. Die Wetten, die daher eine rasche Entscheidung fordern erhöhen einfach nur die Gefahr, dass die Sportwetter die Kontrolle über ihre eigenen Einsätze verlieren. Vor allem bei suchtgefährdeten Sportwettern kann dies zu erheblichen Nachteilen führen. Im Sekundentakt werden die Wetten dort abgeschlossen, sodass man einen hohen Verlust innerhalb von wenigen Minuten feststellen kann.

 

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Seit in Tirol daher die ersten Diskussionen für die Livewetten stattfinden, wird allerdings ein guter Ersatz für die Sportwetter entwickelt. Mittlerweile kann man bei einigen Buchmachern bereits auf den Drittligisten aus China wetten oder sogar schauen, welche gelbe Karten als nächstes kommen. Mit Geschick oder Glück haben diese Wettangebote der Livewetten daher nichts mehr zu tun. Im Gegenteil, denn oftmals überschätzen sich die Sportwetter, sodass es zu erheblichen Verlusten kommen kann, die in Tirol generell vermieden werden sollen.

Die Bankgarantie und das allgemeine Nachtverbot

Mittlerweile gibt es in Tirol alleine mehr als 4000 Spielsüchtige. Für diese Menschen soll daher ein gewisser Schutz vereinbart werden. Aufgrund dessen wurden die Livewetten bereits in den anliegenden Wettbüros verboten. Das bedeutet, dass eine erhebliche Einschränkung in dem Bereich aufgezeigt wurde, bei denen man live nicht einmal mehr auf das Endergebnis tippen kann. Geplant sind in Tirol allerdings auch weitere Maßnahmen. Das bedeutet, dass auch die generelle Eröffnung von eine Wettbüro erschwert werden soll.

 

In der neuen Gesetzeslage werden die Wettbüros dementsprechend alle zwei Wochen kontrolliert. Außerdem soll die Bankgarantie verdoppelt werden und liegt zwischen 75.000 Euro und 150.000 Euro. Dementsprechend soll gleichzeitig die Geldwäsche verhindert werden, sodass alle Sportwetter ab einem Betrag von 1000 Euro einen Lichtbildausweis nachweisen müssen.

 

Gleichzeitig sollen die Öffnungszeiten von einem Wettbüros ebenfalls eingeschränkt werden. Das bedeutet, dass zwischen 25 Uhr und 8 Uhr morgens kein Wettbüro mehr geöffnet haben darf. Dies ist in Voralberg bereits der Fall. Auch die Livewetten wurden dort bereits verboten. Die ersten Schritte sind daher bereits getan. Den Sportwettern selbst werden die Maßnahmen wahrscheinlich nicht sonderlich gefallen. Trotzdem geht es um die Sicherheit der Spieler, die einfach im Vordergrund stehen sollten.

 

Außerdem soll das Livewetten Angebot nur aufgrund der Suchtprävention verboten werden. Sogar in der Presse wird bereits darüber berichtet, sodass die Durchsetzung nicht einmal in Frage stehen wird. Wann die Gesetze allerdings komplett durchgesetzt werden, ist bislang noch fraglich und steht daher noch nicht fest.

 

Fest steht allerdings, dass Tirol Rückendeckung bekommt und von der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bei der Entwicklung ebenfalls beistehen wird. Die Suchtgefahr bei den klassischen Livewetten ist daher schon seit dem Jahr 2010 einer der wichtigsten Diskussionen, um die es sich in dem Bereich handelt.

Das Wissen wird generell überschätzt

Das Wissen der Sportwetter wird ebenfalls überschätzt. Die meisten von ihnen können bei den Livewetten einfach nicht einschätzen, was passiert, wenn sie in Sekunden schnelle eine Entscheidung treffen werden. Die zu rasche Entscheidung zwischen Gewinn und Verlust kann man einfach nicht einschätzen. Dementsprechend besteht generell eine höhere Gefahr, bei den Livewetten einen falschen Tipp abzugeben und somit seinen gesamten Einsatz dort zu verlieren Meistens setzen die Sportwetter auch deutlich mehr Geld ein, als sie anfangs in dem Fall geplant haben.

 

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Die meisten Spieler sind sich daher nicht sicher, ob sie von der eigentlichen Ausgangsposition aus ihre eigenen Wetten kontrollieren und somit vorhersagen können. Das eigene Wissen wird deutlich überschätzt, was natürlich kein guter Ausgang ist. Viele Sportwetter belassen es sogar bei dem Zufall, die richtigen Wetten abzugeben und versuchen einfach mal ihr Glück ohne zu wissen, welche Auswirkungen es in dem Bereich haben kann. Dementsprechend kann man generell als Sportwetter den Ausgang der Livewetten nicht mehr beeinflussen.

 

In den Online Wettportalen sind die Livewetten allerdings noch möglich. Wann es auch bei den Buchmachern dort eine Entscheidung oder Änderung gibt, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben. Vor allem aber auch, wie die Buchmacher reagieren werden, wenn sie keine Livewetten mehr anbieten dürfen, ist bisher immer noch unklar. Fakt ist allerdings, dass eine gute Alternative her muss, um das Loch der Livewetten weiterhin füllen zu können. Bis man daher auch die Gesetze in anderen Bundesländern durchsetzen kann, wird es auf jeden Fall noch einige Zeit dauern.

Wird es Livewetten in den Online Casinos auch nicht mehr geben?

Wahrscheinlich fragen sich viele Sportwetter, was eigentlich generell mit den Online Buchmachern, wie Tipico, bet365 und Bwin sein wird. Bisher wurden in Tirol die Gesetzesänderungen lediglich für die Wettbüros ausgearbeitet. In Österreich generell sind die Livewetten sogar bei den Online Wettportalen noch möglich. Das Verbot der Livewetten online wird allerdings auch bald folgen.

 

Die meisten Sportwetter greifen daher bereits auf die klassischen Online Wettportale zurück, da ihnen dort generell deutlich mehr Möglichkeiten und Wettarten angeboten werden. Es ist daher nicht einmal verwunderlich, sich in den Wettportalen aus dem Internet informieren und dort nachzulesen, welche Möglichkeiten man weiterhin erhalten kann. Natürlich ist die Spielsucht Gefahr und vor allem auch der Wettbetrug online immer noch ein wichtiges Thema. Trotz alledem werden die Gesetze schon bald geändert, sodass man neu strukturieren muss.

 

Wie es daher weitergehen wird kann man bisher nicht abschätzen. Österreich ist das erste Land, welches sich in Livewetten nun durchsetzen möchte und die ersten Gesetze planen wird. Aufgrund dessen wird es nicht schwer sein, sich dort ebenfalls eine Meinung zu bilden und zu schauen, welche Gefahren generell eigentlich bei den Livewetten vorhanden sind. Man muss dazu sagen, dass es nicht einmal mehr schwer sein wird, andere Wettarten zu nutzen und damit seine ersten Gewinne zu erspielen. Jeder Sportwetter sollte sich im Klaren sein, dass es bei diesen Verboten generell um die eigene Sicherheit geht und nicht um ein komplettes Verbot der Sportwetten.

 

Das Fazit: Kann ein Verbot der Livewetten die Spielsucht vermindern?

Fraglich ist bisher, ob es wirklich Sinn macht, nur die Livewetten zu verbieten, um die Spielsucht generell einschränken zu können. Man kann nicht abschätzen, ob ein solches Verbot den gewünschten Erfolg bringen wird. Es gibt deutlich mehr Spielsüchtige als man wahrscheinlich denkt. Vor allem die Dunkelziffer wird oftmals unterschätzt. Von vielen Spielsüchtigen weiß man schließlich nicht einmal.

 

Fakt ist aber, dass die Spielsucht bei den Sportwetten heute ein sehr wichtiges Thema ist, was eigentlich jeden betrifft. Oftmals geht es deutlich schneller als man denkt, sodass es man sich als Sportwetter selber kaum noch schützen kann. Aufgrund dessen ist es wichtig, dass die Bundesländer selbst dort versuchen eine Riegel vorzusetzen. Schließlich ist die Spielsucht heute für jeden Sportwetter ein wichtiges Thema, was man generell nicht unterschätzen sollte. Man muss einfach für sich selber seine Limits setzen und versuchen, nicht in die Spielsucht zu rutschen. Viele Sportwetter schaffen dies nicht von alleine, sodass es schnell zu Komplikationen in dem Bereich kommen kann und dementsprechend auch die Verluste deutlich höher werden, als man generell auch denkt.

 

Im Großen und Ganzen können solche Verbote heute wirklich funktionieren. Generell sollte auch mit der Einführung der Wettsteuer ein neuer Schutz geboten werden, der allerdings nicht ganz funktioniert. Die Länder wollen daher grundsätzlich handeln und somit versuchen, endlich die Spielsucht, die Geldwäsche und gleichzeitig auch den Wettbetrug an sich zu kontrollieren und deutlich einzuschränken. Dementsprechend ist es auch in dem Fall wichtig, sich selber zu schützen und die Verbote nicht als Bestrafung anzusehen.

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