Sportwetten Steuer: Staat vermeldet Rekordeinnahmen

Werden in Deutschland Sportwetten platziert, dann wird hierauf eine Sportwetten Steuer fällig. Das entsprechende Gesetz dazu wurde bereits im Jahre 2012 verabschiedet und sorgte damals für einen großen Aufschrei in der Branche. Einige Buchmacher haben die Chance damals allerdings genutzt, um sich ein paar Pluspunkte bei den Kunden zu verschaffen. Während regulär die Tipper für ihre Steuer selbst aufkommen mussten, wurde diese nämlich weiterhin von einigen Anbietern getragen. Nachdem seit der Einführung regelmäßig gute Einnahmen für den Fiskus verzeichnet werden konnten, ging es besonders im letzten Jahr noch einmal deutlich bergauf. Sportwetten boomen – und der Staat verdient in Form der Wettsteuer daran kräftig mit.

Bundesministerium für Finanzen präsentiert beeindruckende Zahlen

Vor wenigen Tagen hat das Bundesministerium für Finanzen die Zahlen präsentiert, auf welche die Sportwettenbranche lange gewartet hat. Es wurden die Steuereinnahmen durch die Sportwetten Steuer des Marktes aufgedeckt und die können sich mehr als nur sehen lassen. So wird deutlich, dass die Steuereinnahmen innerhalb des letzten Jahres im Vergleich zum Vorjahr um satte 28 Prozent zugelegt haben. In harten Zahlen heißt das: Den rund 240 Millionen Euro Steuerabgaben aus 2015 steht im Jahr 2016 ein Berg von gut 307 Millionen Euro gegenüber – ein Plus von fast 70 Millionen Euro. Wie der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) berichtet, entspreche dies kumuliert einem deutschen Gesamteinsatz von mehr als sechs Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass vor allem sportliche Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft für diesen Anstieg verantwortlich sind. Mathias Dahms, der Präsident des Deutschen Sportwettenverbands erklärte: „Ein EM-Jahr führt für Wettanbieter traditionell zu höheren Umsätzen als Jahre, in denen keine großen Fußballturniere stattfinden.“ Das sei laut Ansicht des Experten allerdings nicht der einzige Grund für höhere Einnahmen bei der Sportwetten Steuer. „Zudem erklären wir uns den Steueranstieg durch eine gestiegene Steuer-Compliance von den Anbietern, die in Folge der faktisch nicht stattfindenden Regulierung verstärkt im deutschen Markt tätig sind“, so Dahms weiter.

Mächtig Bewegung in der Rechtslage

Für neue Diskussionen haben die Zahlen auch in der Rechtsabteilung des Fiskus gesorgt. Nachdem der Glücksspielstaatsvertrag im Jahre 2012 verabschiedet wurde, galt dieser gerade aus Sicht des Staates als großer Heilsbringer. Allerdings hat der Europäische Gerichtshof erst vor gut einem Jahr das Urteil gesprochen, dass die Bundesländer nicht gegen Wettanbieter aus der Europäischen Union vorgehen dürften. Heißt konkret: Der Vertrag, der eigentlich zur Abschaffung des Monopols dienen sollte, ermöglichte gleichzeitig ein neues rechtswidriges Staatsmonopol. Und genau das soll nun korrigiert werden, wobei besonders das Jahr 2018 für alle Wett-Fans interessant werden könnte. Dort soll der Staatsvertrag überarbeitet werden, so dass private Anbieter künftig ganz offiziell ihre Dienste anbieten dürfen. Vorausgesetzt allerdings, sie erfüllen die staatlichen Anforderungen. Laut DSWV-Präsident Dahms ist mit dem neuen Upgrade aber ebenfalls keine Besserung in Sicht. „Die geplante Anpassung des Staatsvertrages gleicht einem notdürftig errichteten Stützpfeiler in einem baufälligen Gebäude. Tatsächlich wäre eine Erneuerung des Fundaments notwendig. Solange es keine Abkehr von einem prohibitiven, den Verbraucher bevormundenden Regulierungsansatz gibt, werden seriöse, in Deutschland lizenzierte Anbieter wenig Chancen haben, am Markt zu bestehen.“

Buchmacher wie Wetten.com müssen in Deutschland eine Sportwetten Steuer bezahlen

Dahms erklärt dabei auch, dass der Spielball nun auf Seiten des Staates und der Länder liege, denn die Branche habe bereits entgegenkommende Schritte unternommen. „Das gestiegene Steueraufkommen zeigt erneut, dass die in Deutschland tätigen Wettunternehmen regulierungswilig und bereit sind, ihren Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Jetzt sind die Bundesländer aufgefordert, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Dahms.

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Quelle: Deutscher Sportwettenverband

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