Aleksander Ceferin: Wer ist der neue UEFA-Boss?

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2018

Während die Wahl des FIFA-Präsidenten für gewöhnlich für viel Wirbel und Aufsehen sorgt, wurde Aleksander Ceferin eher im „stillen Kämmerlein“ zum neuen Boss der UEFA gewählt. Das mag zum einen mit der Situation des Weltfußballs zusammenhängen, die derzeit von Korruptionsvorwürfen und Bestechungsgeldern überschattet wird, liegt ganz sicher aber auch einfach damit zusammen, dass Aleksander Ceferin für die meisten Menschen ein Unbekannter sein sollte. Blatter, Beckenbauer, Platini, selbst Infantino – diese Namen sind bekannt. Aber Ceferin? Wir haben uns den neuen UEFA-Präsidenten daher einmal genauer angesehen und durchaus ein paar beeindruckende Dinge feststellen können.

Aleksander Ceferin steht vor schweren Aufgaben

Die Hauptaufgabe von Aleksander Ceferin wird in der nächsten Zeit nach seinem Amtseintritt sicherlich erst einmal darin liegen, Klarheit in die zahlreichen Korruptionsvorwürfe und Unterstellungen zu bekommen. Das dürfte für manche Menschen als ganze Lebensaufgabe dienen, schließlich stecken FIFA und UEFA mehr als nur metertief im „Skandal-Sumpf“. Gefordert ist also an vorderster Front ein Mann mit Format – und genau das dürfte Ceferin sein. Der neue Chef der UEFA hat eine beeindruckende berufliche Laufbahn hinter sich und startete mit einem Diplom in Rechtswissenschaften der Universität Ljubljana in Slowenien im Jahre 1991. Im Anschluss daran arbeitete er als aufstrebender Jurist in der Kanzlei seiner Familie und zeigte bereits schon damals einen klaren Drang zu Sportlern oder Sportvereinen, die er hauptsächlich vertrat.

Privat entdeckte Aleksander Ceferin ebenfalls seine Liebe zum Fußball, so dass er seit 2005 Mitglied des slowenischen Klubs Olimpija Ljubljana ist. Sechs Jahre später konnte er dann den ersten großen Meilenstein in seiner Karriere erreichen und wurde zum Präsidenten des slowenischen Fußballverbandes. International stieg sein Ansehen in den letzten Jahren ebenfalls, was auch durch seine Sprachgewandtheit begünstigt wurde. Insgesamt spricht Ceferin fünf Sprachen, zu denen neben Slowenisch auch Englisch, Serbisch, Kroatisch und Italienisch gehören.

Slowene mit prominenter Unterstützung

Gewonnen hatte Aleksander Ceferin die Wahl am 14. September 2016 mit 42 von 55 Stimmen gegen seinen niederländischen Konkurrenten Michael van Praag. Möglich gemacht wurde dieser Erfolg aber ganz gewiss auch durch die zahlreichen prominenten Unterstützer, die sich in den letzten Monaten und Jahren auf die Seite des Slowenen gestellt haben. Die prominentesten beiden Unterstützer sind zum Beispiel der aktuelle FIFA-Präsident Gianni Infantino und DFB-Präsident Reinhard Grindel. Gerade für den deutschen Fußballbund könnte der Sieg von Ceferin zudem noch ein paar Vorteile bringen, schließlich steht die Vergabe der Europameisterschaft 2024 noch im Raum – und Deutschland soll bereits gewisse Planungen für die Ausrichtung des Turniers vorantreiben.

Das Privatleben des neuen UEFA-Chefs ist hingegen relativ undurchleuchtet. Ceferin ist verheiratet und hat drei Kinder. Darüber hinaus soll der Slowene enorm sportlich sein und seinen Tag laut eigener Aussage immer mit Karate beginnen. Dieses Hobby verfolgt er sogar ziemlich ernsthaft und kann unter anderem den schwarzen Gürtel vorweisen. Ohne Zweifel also ein Mann mit Format, der keinesfalls dem typischen Bild eines Fußballfunktionärs entspricht, aber gerade vielleicht genau deshalb der richtige Mann an der Spitze der UEFA ist. Fest steht in jedem Fall: Aleksander Ceferin wird bei seiner Arbeit ganz genau beobachtet werden.

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