Spiel annulliert: Was passiert mit der Wette bei einer Annullierung?

Zuletzt aktualisiert: 13.05.2019

Wohl jeder, der sich schon etwas länger mit den Sportwetten beschäftigt, wird einmal in diese Situation gekommen sein, wo ein Spiel annulliert wird. In der Regel wird diese Partie dann mit der Quote 1,0 gewertet, das dürfte wohl die Mehrheit wissen. Doch was passiert wenn ein Spiel nachträglich annulliert wird? Dieser Fall kommt in Praxis zwar recht selten vor, dennoch kann es passieren. Dieser Artikel setzt sich daher mit den Folgen einer nachträglichen Spielannullierung auseinander. Gleichzeitig wird aber auch betrachtet, was passiert wenn ein Spiel verschoben, oder am „grünen Tisch“ entschieden wird.

 

Wieso wird ein Spiel annulliert?

Die Gründe dafür, dass ein Spiel annulliert wird, sind vielfältig. In der Regel hängt eine Annullierung mit Unregelmäßigkeiten während des Spiels zusammen. Diese können durch mehrere Arten und Weisen ausgelöst werden. Bei schwerwiegenden Fehlentscheidungen und einer daraus folgenden Klage können Spiel ebenso annulliert werden, wie bei möglichen Beeinträchtigungen durch einen Wettskandal. Normalerweise wird die Annullierung dabei innerhalb von 24 Stunden nach dem Spielende bekannt gegeben.

 

Was passiert mit der Wette bei einer Spielannullierung?

Nachdem ein Sportereignis beendet wurde, wird von einem unabhängigen Gremium der Liga oder Sportart das Ergebnis bekannt gegeben. Üblicherweise passiert dies innerhalb von wenigen Sekunden, so dass die Wetten dementsprechend schnell abgerechnet werden können. Gängig ist es nun, dass dieses leitende Gremium 24 Stunden Zeit hat, das Ergebnis der Partie zu ändern. Geschieht dies innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, wird die Wette normalerweise auch bei den Buchmachern annulliert. Zumindest ist dies die gängige Praxis, die zum Beispiel bei bwin zu finden ist. Wird vom Gremium der Spielausgang so geändert, dass ein Sieger hervorgeht, werden die Wetten dementsprechend angepasst. Ist nach der Anpassung durch das Gremium kein Sieger vorhanden, werden die Wetten ungültig und somit mit einer Quote von 1,0 gewertet. Für den Spieler ergibt sich daraus nur ein minimaler Nachteil, aber zumindest kein Verlust. Handelt es sich um eine Einzelwette, wird der entsprechende Einsatz einfach wieder zurückerstattet. Bei einer Kombinationswette wird das Spiel ebenfalls mit einer 1,0 gewertet. Somit gewinnt der Spieler immerhin noch einen Teil des maximal möglichen Gewinns.

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Die Steuer behandelt jeder Buchmacher anders

Interessant ist bei einer nachträglichen Annullierung natürlich auch, was mit der Wettsteuer passiert. Dies hängt ganz davon ab, wie der Buchmacher im Allgemeinen mit der Wettsteuer verfährt. Wird diese nur im Gewinnfall fällig, so muss bei einer Annullierung auch nur der Gewinn versteuert werden, der erzielt wurde. Bei einer Einzelwette würde die Steuer dementsprechend nicht anfallen, da hier lediglich der Einsatz zurückgezahlt wird. Wird die Steuer hingegen bei der Abgabe fällig, so wurde diese ja bereits vor der Annullierung verrichtet und ist somit auch dann fällig. Hier haben die Tipper also ganz unterschiedliche Ausgangssituationen. Während bei Buchmachern wie Betway die Steuer erst beim Gewinn fällig wird, verlangen andere Buchmacher diese bei jedem Einsatz. Vorteile haben bei einer Annullierung also diejenigen, die bei einem Buchmacher wetten, der die Steuer nur im Gewinnfall verlangt.

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Wette abgegeben: Was kann jetzt noch passieren?

Sobald die Wette abgegeben wurde, existiert zwischen dem Buchmacher und dem Kunden eine Vereinbarung. Diese wird im Normalfall auch von beiden Seiten regelkonform erfüllt. Ausnahmen bilden hier unvorhergesehene Ereignisse. Neben der nachträglichen Annullierung kann das Spiel zum Beispiel auch abgebrochen, verschoben oder in Verhandlungen entschieden werden. In allen Situationen fällt die Reaktion der Buchmacher unterschiedlich aus.

 

Spiel wird abgebrochen

Wird das Spiel abgebrochen, so ist die Wette auf dem Tippschein erst einmal ungültig. Gründe hierfür können zum Beispiel Ausschreitungen durch Fans oder plötzlich auftretende Naturkatastrophen sein. Auch in diesem Fall spielt wieder das Gremium eine Rolle, denn dieses legt fest, ob und wann die Partie nachgeholt wird. Wird der Nachholtermin innerhalb der nächsten 72 Stunden festgesetzt, so wird die Annullierung durch den Buchmacher zurückgenommen und der Wettschein läuft weiter. Wird der Nachholtermin nicht innerhalb der nächsten 72 Stunden festgesetzt, bleibt das Spiel annulliert und die Wette wird mit einer Quote von 1,0 bewertet.

 

Spiel wird verschoben

Wenn ein Spiel verschoben wird, gelten ähnliche Voraussetzungen, wie bei einem Spielabbruch. Wird der Nachholtermin innerhalb der kommenden 72 Stunden festgesetzt, so hat die Verschiebung keine Auswirkungen auf den Wettschein und alles bleibt wie bisher. Findet das Nachholspiel später als innerhalb der 72 Stunden statt, dann wird das Spiel annulliert und die Wette mit einer 1,0 bewertet.

 

Spiel wird durch Verhandlungen entschieden

Oftmals wird ein abgebrochenes Spiel auch gar nicht wiederholt, sondern eine Entscheidung in Verhandlungen getroffen. Gleichzeitig können Spiele aber auch nach dem Abpfiff noch in Verhandlungen entschieden werden. Man spricht hierbei von einer Entscheidung am „grünen Tisch“. Für die Sportwetten hat diese Entscheidung keine Auswirkungen, denn die Buchmacher bewerten lediglich die Ergebnisse, die auf dem Spielfeld erzielt wurden. Ein Beispiel vereinfacht die Situation: Der Tipper hat auf einen Sieg der Mannschaft A gesetzt, die nach 90 Minuten Fußball tatsächlich den Platz als Sieger verlässt. Mannschaft B fechtet das Ergebnis allerdings an und möchte eine Änderung erwirken. Egal, was nun bei dieser Änderung herauskommt: Der Tipper hat gewonnen, da Mannschaft A auf dem Spielfeld gewinnen konnte. Anders ist es, wenn eine Mannschaft führt und das Spiel abgebrochen wird. Dann wird in den meisten Fällen ein Nachholtermin angesetzt, der innerhalb der kommenden 72 Stunden stattfinden muss, damit die Wette ihre Gültigkeit behält.

 

Fazit: Wird ein Spiel annulliert hat das nicht unbedingt Nachteile

Oftmals ärgert man sich im ersten Moment einer Spielannullierung. Tatsächlich gibt es aber gar keinen offensichtlichen Grund dazu, denn Nachteile entstehen dadurch eigentlich nicht. Sicherlich ist es bei Kombinationswetten schade um den möglichen Gewinn, einen Verlust muss man aber dennoch nicht verzeichnen. Bei den Einzelwetten wird der Einsatz zudem einfach komplett wieder erstattet. Beachten muss man als Tipper allerdings, was genau passiert ist. Je nachdem, wie mit dem Spiel verfahren wird, richtet sich auch die Bewertung des Buchmachers. In der Regel werden die Spiele dann mit einer Quote von 1,0 bewertet. Es sei denn es wird innerhalb von 72 Stunden ein Nachholtermin gefunden. Spürbare Nachteile für den Spieler entstehen aber in keinem Fall. Eingeschränkt trifft dies lediglich auf die Tipper zu, die ihre Wetten bei einem der Buchmacher platzieren, welcher die Wettsteuer schon bei der Wettabgabe verlangt.

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