RB Leipzig – Die Zukunft des Fußballs?

Zuletzt aktualisiert: 12.04.2021

RB Leipzig im Überblick

RB LeipzigVereinsname: RasenBallsport (RB) Leipzig
Gründungsjahr: 19. Mai 2009
Spitzname: /
Stadion: Red Bull Arena
Trainer: Julian Nagelsmann
Liga: Bundesliga
Werbepartner: Red Bull

RB Leipzig – Die Zukunft des Fußballs?

Der RasenBallsport Leipzig e. V., kurz RB Leipzig, ist der kontroverseste Verein Deutschlands. Nachdem der Verein 2009 gegründet wurde, gelang der Leipziger Mannschaft der Aufstieg von der fünften Liga in die Bundesliga. Und nicht nur das: Neben dem BVB und dem FC Bayern ist RB Leipzig inzwischen einer der drei Top Clubs Deutschlands.

Allerdings ist wichtigste Grund für diesen Erfolg der Red Bull Konzern. Denn die Erfolgsgeschichte von RB ist keinesfalls das Aufstiegsmärchen eines Underdogs. Es ist viel eher die Geschichte davon, wie ein multinationaler Konzern seinen eigenen Fußballclub aus dem Boden stampfte und diesen mit Milliardeninvestitionen zum Erfolg führte. Für die einen ist dies die Zukunft des deutschen Fußballs. Für andere Fans ist dies der Anfang vom Ende der deutschen Fußballtradition, ihrer Werte und deren Fangemeinden.

Kontroverse RB Leipzig

Der RB Leipzig dürfte inzwischen einer der meist gehassten Fußballclubs in Deutschland sein. Diese Ablehnung beruht aber nicht auf einer langjährigen Derby Situation, wie bei Schalke und Dortmund. Doch auch der Erfolg des Vereins ist nicht der Hauptgrund für die Unbeliebtheit des RB Leipzig.

Das Problem ist viel mehr, dass RB Leipzig für all das steht, was die traditionellen Fans des Fußballs in der Bundesliga nicht sehen wollen: Allmächtige Konzerne, Vereine, die nur auf Profit ausgelegt sind und unfaire finanzielle Vorteile.

RB Leipzig Stadion Red Bull Arena

Red Bull Arena

Sonderstellung des RB Leipzig: Der Fußballverein eines internationalen Konzerns

Der RB Leipzig ist in vielerlei Hinsicht ein einzigartiger Fußballverein. Denn Red Bull ist nicht nur der Namensgeber und Sponsor des Leipziger Clubs. Nein, Red Bull kontrolliert de facto auch RB Leipzig. Schließlich hält das Unternehmen 99 % der Anteile der RB Leipzig GmbH. Auch die Vorstände des Vereins stammen von Red Bull oder aus dessen direktem Umfeld.

Das gab es in dieser Konstellation bisher in Deutschland nicht. Denn auch wenn die Sponsoren der Bundesligavereine mächtig sind, so kontrollieren sie doch nicht den Verein. Warum das bedenklich ist, ist ziemlich offensichtlich. Das oberste Ziel eines Unternehmens ist Profit. Ein Fußballverein hingegen ist für die meisten Fans viel mehr als das: Geschichte, Werte, Tradition und Zusammenhalt.

Das alles sind Dinge, an denen Red Bull bisher eher weniger Interesse gezeigt. RB Leibzig wird genauso geführt, wie auch der Red Bull Konzern: Mit hohem Leistungsdruck, Erfolgsansprüchen und riesigen Budgets. Das hat mitunter schon zu kuriosen RB Leibzig news geführt. In der Saison 2015/2016 verpflichtete Red Bull neue Spieler im Wert von 18,6 Millionen. Mehr als alle anderen 17 Mannschaften der Liga zusammen.

Das Red Bull Imperium

Red Bull hat anderen Vereinen aber nicht nur auf Grund seiner großen finanziellen Power einen Vorteil. Das österreichische Unternehmen hat sich in den letzten Jahren ein wahres Sportimperium aufgebaut. In unzähligen Sportarten sponsern die Marke Sportler und veranstaltet Events. Beim Fußball ist Red Bull noch einen Schritt weiter gegangen.

Denn Red Bull verfügt mit RB Leipzig, Red Bull Salzburg, New York Red Bulls und Red Bull Bragantino über gleich mehrere Fußballclubs. Und zwischen diesen Clubs werden mit Regelmäßigkeit Spieler transferfrei hin und her gewechselt. Besonders Salzburg und Bragantino werden dabei als Talentschmieden für Deutschland genutzt. Auf eine solche Infrastruktur kann kein anderer Fußballclub auf der Welt zurückgreifen.

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Erfolg trotz aller Kontroversen: Von der fünften Liga in die 1. Bundesliga

Trotz oder sogar wegen all der Dinge, die an RB Leipzig kritisiert werden, kann der Verein eindrucksvolle Erfolge in seiner noch jungen Geschichte vorweisen. Wie bereits erwähnt wurde der Verein 2009 gegründet. Nachdem Red Bull das Startrecht eines anderen Vereins gekauft hatte, startete RB Leipzig zur Saison 2009/10 in der fünftklassigen Oberliga Nordost.

Trotz kleinerer Rückschläge in der Hinrunde konnte sich RB Leipzig gleich einmal die Herbstmeisterschaft sichern. Und bereits am 25. Spieltag war der sichere Aufstieg erreicht. Nach Ende der Saison wurde ein Großteil des Trainerstabs und der Mannschaft bereits ausgewechselt. Red Bull begann aufzurüsten, so unter anderem mit Tomas Oral.

Vor der Saison 2010/11 fanden zwei kurze Testspiele statt, in denen Red Bull sehr gut abschneiden konnte. Zwar musste die Mannschaft ein 2:1 gegen Schalke hinnehmen. Dies war für einen Regionalligisten allerdings eine hervorragende Leistung. Kurze Zeit später gelang dann ein 1:2 Sieg gegen Hannover.

Die Saison verlief allerdings eher mäßig und ohne den erwarteten Aufstieg. Allerdings gelang es RB Leipzig, bereits 2012 den VFL Wolfsburg im DPF Pokal zu besiegen. Der Sieg der Leipziger Mannschaft war dabei eine kleine Sensation. Da jedoch auch in der nächsten Saison der Aufstieg in die 3.Liga misslang, wurden erneut personale Konsequenzen gezogen.

Auftritt Ralf Ragnik. Der neue Sportdirektor wurde im Juni 2012 vorgestellt und ersetzte bei seinem Antritt auch gleich mal den Trainer durch Alexander Zorniger. In diesem Jahr sicherte sich Leipzig endlich die Meisterschaft. Auch in der Aufstiegsrunde konnte sich Leipzig durchsetzen und sicherte sich damit den Aufstieg in 3. Liga .

2. und 3. Liga

Direkt in der ersten Saison in der 3. Liga wurden viele alte Spieler von RB Leipzig verkauft. Dafür holte sich der Verein Unterstützung aus der 1. und 2. Liga. So zum Beispiel Diego Demme vom SC Paderborn 07 und Federico Palacios vom VfL Wolfsburg. Das zeigte Resultate und RB Leipzig sicherte sich den Aufstieg in die 2. Liga. Damit war die Mannschaft in nur vier Spielzeiten von der 5. Liga in die 2. Liga aufgestiegen.

Das erste Jahr in der zweiten Liga verlief mittelmäßig und der Aufstieg gelang nicht. Deshalb wurde unter anderem Trainer Zorniger entlassen. Bis zum Ende der Saison wurde Ragnik nun auch Cheftrainer. Für die Saison 2015/16 verpflichtete Leipzig insgesamt neue Spieler für 18 Millionen Euro und gab damit mehr Geld aus als alle anderen Vereine zusammen. Wieder zeigten diese Methoden Wirkung und RB Leipzig stieg in die Bundesliga auf.

Bundesliga

Inzwischen gehört RB Leipzig zu den Top Vereinen in Deutschland. Das Team von RB Leipzig spielt jedes Jahr um die Meisterschaft und kann auch international Erfolge vorweisen. So zum Beispiel der 2:1 Sieg gegen Atlético Madrid im Viertelfinale der Champions League 2020. Erst im Halbfinale hat sich der Club aus Leipzig Paris St. Germain geschlagen geben müssen. Außerdem hat RB Leipzig inzwischen einige Starspieler wie Nationalmannschaftsmitglied Timo Werner und Dayot Upamecano hervorgebracht.

Nachwuchsarbeit

Auch bei der Nachwuchsarbeit gehör RB-Leipzig zu den Top Clubs Deutschlands. Der Verein unterhält in Leipzig ein hoch modernes Trainingszentrum für seine Jugendmannschaften. Dort wird gezielter Talentaufbau betrieben, mit dem in Zukunft die RB Mannschaften verstärkt werden sollen. Die U 17 und U 19 Mannschaften von Red Bull gelten als einige der besten Nachwuchsteams Deutschlands.

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