10 Fakten zur Spielsucht – Woran merke ich es?

Zuletzt aktualisiert: 19.03.2019

Bei allem Spaß an den Sportwetten darf natürlich vor allem kein zwanghaftes Verhalten auftreten. Wer Online auf sportlich Ereignisse wetten möchte, sollte sich daher immer bestens unter Kontrolle haben und sich vor allem nicht von Emotionen oder Gefühlen leiten lassen. Auch wenn die Suchtgefahren bei den Wetten auf die beliebtesten Sportarten vermutlich deutlich geringer sind, als bei Spielautomaten und Co., so gibt es doch einen kleinen Personenkreis, für den das Spielen zu einem zwanghaften Verhalten geworden ist. Nachfolgend wollen wir daher einmal genauer erklären, welche Fakten es zur Spielsucht zu beachten gibt, und wie jeder Spieler sich selbst hinterfragen kann.

Was ist die Spielsucht?

Die Spielsucht wird im wissenschaftlichen Sinne als pathologisches Spielen bezeichnet und benennt dabei die Unfähigkeit, einem Impuls zur Abgabe von Wetten oder Teilnahme an anderem Glücksspiel zu widerstehen. Betroffen sind hiervon offiziell mehr Männer als Frauen, wobei die Zahl in Deutschland insgesamt auf circa 150.000 bis 200.000 geschätzt wird. Tatsächlich handelt es sich also nicht bloß um einen Begriff, sondern eine handfeste Erkrankung, die in einer Reihe mit Kleptomanie genannt wird. Wirklich Symptome für eine mögliche Erkrankung zu entdecken ist schwierig, allerdings kann sich jeder Tipper selbst hinterfragen, und so für Klarheit sorgen. Im Folgenden haben wir daher die wichtigsten Merkmale der Spielsucht, bzw. des pathologischen Spielens einmal genauer untersucht.

Spielsucht: So kann sich jeder Tipper testen

In der Regel tritt der Prozess einer möglichen Sucht nicht von heute auf morgen auf, sondern entwickelt sich schleichend. Wer die Anzeichen frühzeitig erkennt, kann daher einigen Problemen aus dem Weg gehen. Die zehn wichtigsten Punkte rund um die Spielsucht haben wir hier noch einmal aufgeführt:

  1. Das gelegentliche Wetten: Das gelegentliche Wetten oder Spielen ist natürlich noch kein handfestes Anzeichen für eine Suchterkrankung. Stattdessen ist zu diesem Zeitpunkt in der Regel noch alles in bester Ordnung, so dass bei einem gelegentlichen Wettvergnügen noch kein Grund besteht, von einem zwanghaften Verhalten zu sprechen.
  2. Verbissenheit entsteht: Die ersten Tendenzen dazu, dass hier nicht mehr nur aus Spaß an der Freude gewettet wird, sondern es langsam in die Richtung einer möglichen Sucht geht, liefert die Verbissenheit. Diese wird häufig in Form von Wunschgedanken ausgedrückt, die aber sicherlich viele Wettfreunde schon einmal geäußert haben. Auch hier kann also höchstens von einer Tendenz gesprochen werden. Wichtig ist jedoch bereits hier zu beachten, dass es bei einigen Tippern jetzt nur noch ein schmaler Grad sein kann, bis aus der Verbissenheit ein krampfhaftes Verhalten wird.
  3. Die Kontrolle geht verloren: Im weiteren Verlauf werden in der Regel die Einsätze erhöht, da die Kontrolle über das eigene Wettverhalten langsam verloren geht. Wer selber schon einmal festgestellt hat, dass er übermäßig viel Geld an einem Tag verloren hat, der sollte unter Umständen einige Tage Pause machen. Besonders dann, wenn selbst hohe Verluste schon nach wenigen Stunden oder Tagen vergessen sind, sollte das eigene Setzverhalten noch einmal überdacht werden. Ansonsten droht an dieser Stelle der totale Kontrollverlust, der dann in die Wettsucht führen kann.
  4. Verharmlosung der Situation: Wer sich selber schon einmal dabei ertappt hat, wie er vor Freunden oder Familienmitgliedern seine eigenen Verluste bagatellisiert, also verharmlost, der muss zwingend über das eigene Wettverhalten nachdenken. Hierbei handelt es sich bereits um den ersten ernstzunehmenden Hinweis, der auf eine mögliche Spielsucht hindeutet. Wenn selbst der engste Freundes- und Familienkreis belogen wird, dann ist das Verlangen nach den Sportwetten doch bereits um einiges größer, als sich mancher Tipper vielleicht eingestehen mag. Dennoch ist hier natürlich noch nichts verloren, so dass mit einer Kontrolle und Anpassung des eigenen Spielverhaltens noch ohne Probleme die Kurve genommen werden kann.
  5. Die Verzweiflung steigt: Besonders wenn sich die Verluste häufen, ist eine Kontrolle des Wettverhaltens unabdingbar. Steckt der Tipper bereits mit einem Bein in der Spielsucht, dann können die Einsätze kaum mehr heruntergefahren werden. Stattdessen wird immer mehr Geld eingesetzt, um mehr Geld gewinnen zu können und alte Verluste auszugleichen. Nicht selten geraten die zwanghaften Spieler an dieser Stelle in ernsthafte Geldprobleme, die zu weiteren Schwierigkeiten führen können. Hilfreich kann jetzt noch eine Pause von mehreren Tagen oder Wochen sein, alternativ können aber auch Beratungsstellen in Anspruch genommen werden.
  6. Ausreden werden gesucht: Da die finanzielle Misere in der Regel nach einiger Zeit nicht mehr vor Freunden oder Familienmitgliedern verborgen werden kann, suchen die Spielsüchtigen vermehrt nach Ausreden, um die eigene Sucht verschleiern zu können. Tatsächlich ist dies aber genau der falsche Schritt, denn die engsten Verwandten und Freunden sind es, die in dieser Situation helfen können. Ein offenes Ohr wird sicherlich jeder gute Freund haben, so dass sich jeder Tipper, der wohlmöglich in dieser Situation steckt, normalerweise ohne Probleme an jemanden wenden kann. Sollte dies nicht möglich sein, gibt es genügend Beratungsstellen, die teilweise auch direkt auf der Webseite der Buchmacher in Anspruch genommen werden können.
  7. Die finanzielle Not wird groß: Wer sich häufig Geld von Freunden oder Mitmenschen leiht, der hat ganz offensichtlich ein finanzielles Problem. Ist dies aufgrund eines übermäßigen Wettverhaltens entstanden, dann ist die ganze Sache bedenklich. Gewettet werden sollte immer nur mit dem Geld, welches in den eigenen Finanzplanungen „über“ ist. Keinesfalls darf zum Beispiel Geld eingesetzt werden, welches für die Miete oder andere Rechnungen vorgesehen war. Irgendwann werden auch die Freunde und Bekannte keine Lust mehr haben, Geld zu verleihen – spätestens jetzt sollte jeder Tipper die Notbremse ziehen und sich Hilfe holen.
  8. Die Wetten sind unwiderstehlich: Ist es trotz aller genannten Punkte nicht möglich, den Wettbetrieb zu pausieren oder ganz zu unterlassen, kann ohne Zweifel von einer Spielsucht gesprochen werden. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem das Verlangen nach der Wettabgabe die eigene Selbstkontrolle überstimmt hat, und dafür sorgt, dass kein Verzicht mehr möglich ist. Das Verlangen nach den Sportwetten bestimmt nun den gesamten Alltag, da sämtliche anderen Punkte des Lebens vernachlässigt werden. Ohne die Hilfe von Familien und Freunden ist ein komplettes Abrutschen nur noch schwer zu verhindern, wobei normalerweise auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden sollte.
  9. Rückzug von Familie und Freunden: Gerade jetzt kann die Beziehung zur eigenen Familie und den Freunden natürlich auf die Probe gestellt werden. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass diese Menschen grundsätzlich am Wohl des Tippers interessiert sind und daher immer helfen werden. Hat ein Tipper selbst gemerkt, dass er sich von seiner Familie oder seinen Freunden immer mehr abkapselt, sollte dem entgegengewirkt werden. Auch wenn hier ohne professionelle Hilfe kaum mehr Besserung in Sicht ist, so können Unternehmungen mit den engsten Freunden wahre Wunder bewirken. Das Wettkonto also einmal für eine Zeit lang Ruhen zu lassen und stattdessen etwas mit den Freunden zu unternehmen, kann genau so viel bewirken, wie die Zeit mit einer Beratungsstelle. Wichtig ist nur, dass der Rückhalt nicht aufgeben wird.
  10. Hoffnungen verloren: Kann keine Hilfe genutzt werden, so droht eine rabenschwarze Zukunft. In den schlimmsten Fällen wird die Verzweiflung so groß, dass die Betroffenen auch mit dem Rest des Lebens unzufrieden sind. Psychische Störungen oder Suizidgedanken können sich hier jetzt breitmachen, so dass unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden muss.

Fazit: Bei der Spielsucht hört der Spaß auf

Das Wetten auf Sportereignisse unglaublich viel Spaß und Knete bringen kann, ist sicherlich jedem Tipper bewusst. Allerdings sollte das Vergnügen nicht zu einem Zwang werden, denn dann ist der Sprung zur Spielsucht nicht mehr weit. Wer die Symptome frühzeitig erkennen kann, der hat hier noch genügend Chancen einzulenken. Da es sich aber um einen schleichenden Prozess der Erkrankung handelt, müssen einzelne Anzeichen unbedingt rechtzeitig erkannt werden. Außenstehende haben in der Regel keine Chancen, diese zu erkennen. Daher sollte sich jeder Spieler auch einmal selbst auf die Probe stellen und hingehend der genannten Punkte überprüfen.

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