Gegen wen unterliegt bei der WM 2018 Iran nicht?

Der Iran steht vor seiner 5. Teilnahme an der FIFA WM, der zweiten in Folge. Doch bei seinen bisherigen vier WM-Teilnahmen gelang in 12 Spiele nur ein Sieg, 1998 über die USA. Dazu kommen 3 Remis, aber 8 Niederlagen. Und so stellt sich auch bei dieser WM 2018 in Russland erneut die Frage, insbesondere angesichts der harten Gruppe, die bei der WM 2018 Iran erwischt hat: Gegen wen wird der Iran denn nicht verlieren?

So sieht der Kader vom WM Team Iran 2018 aus

Der Portugiese Carlos Queiroz – Nationaltrainer des Iran – verkündete wie alle anderen Nationaltrainer bei der WM 2018 am 04.06.2018 den endgültigen Kader für das Turnier in Russland. Dieser WM-Kader des WM Team Iran 2018 setzt sich wie folgt zusammen: Tor: Alireza Beiranvand (Persepolis), Rashid Mazaheri (Zob Ahan), Amir Abedzadeh (Maritimo) Abwehr: Ramin Rezaeian (Ostende), Mohammad Reza Khanzadeh (Padideh), Morteza Pouraliganji (Alsaad), Seyed Majid Hosseini (Esteghlal), Milad Mohammadi (Akhmat Grozny), Roozbeh Cheshmi (Esteghlal), Pejman Montazeri (Esteghlal) Mittelfeld: Saeid Ezatolahi (Amkar Perm), Masoud Shojaei (AEK Athens), Saman Ghoddos (Ostersunds), Ashkan Dejagah (Notthingham Forest), Omid Ebrahimi (Esteghlal), Ehsan Hajsafi (Olympiacos) Sturm: Alireza Jahanbakhsh (AZ Alkmaar), Karim Ansarifard (Olympiacos), Mahdi Taremi (Al-Gharafa), Sardar Azmoun (Rubin Kasan), Reza Ghoochannejhad (Heerenveen), Mehdi Torabi (Saipa), Vahid Amiri (Persepolis) Nur wenige Spieler sind im Ausland beschäftigt. Sofern es sich nicht um eines der fünf großen europäischen Länder handelt, immer ein schlechtes Zeichen für die Qualität einer Nationalmannschaft.

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Das WM Team Iran 2018 in der WM 2018 Qualifikation

Die Qualifikation für die WM im asiatischen Verband AFC ist hart und langwierig. Und doch hat der Iran diese nun zum zweiten Mal in Folge mit der direkten Qualifikation für die Endrunde abgeschlossen. Denn der Iran gewann zunächst die erste Gruppenphase, an der er teilnehmen musste gegen diese fünf anderen Nationen:
  • Oman
  • Turkmenistan
  • Guam
  • Indien
Damit zog man in die letzte Gruppenphase ein, in der je sechs Teams in zwei Gruppen vier direkte WM-Teilnehmer ermitteln und einen Teilnehmer an den Playoffs. Dabei gewann der Iran erneut seine Gruppe vor diesen anderen Teams aus Asien:
  • Südkorea
  • Syrien
  • Usbekistan
  • China
  • Katar
Dabei musste man in 10 Partien nur 2 (!) Gegentreffer akzeptieren, kam am Ende zwar lediglich auf 10:2 Tore, demonstrierte aber damit seine zumindest auf diesem Niveau gnadenlose Effizienz in seinem Spiel. Pech, dass bei der WM 2018 Iran gegen deutlich stärkere Gegner wird antreten müssen.

Die bekanntesten Asse bei der WM 2018

Echte Stars aus fußballerischer Sicht bietet bei der WM 2018 Iran nur zwei auf. Da wäre Stürmer Sardar Azmound, der schon mit 18 Jahren nach Russland wechselte und aktuell dort bei Rubin Kazan in der 1. Liga ein sehr guter Stammspieler ist. Ebenfalls im Ausland ist sein Stürmerkollege Alireza Jahanbakhsh tätig und zwar in der holländischen Eredivisie bei AZ (Alkmaar). Trotz der geringen Torausbeute in der Qualifikation ist ihre Qualität dafür entscheidend gewesen, dass der Iran beide Qualifikationsgruppen gewann. Der im Weltfußball bekannteste Mann im WM Team Iran 2018 ist allerdings ihr oben bereits erwähnter Trainer Carlos Queiroz. Er trainiert die Nationalmannschaft bereits seit 2011, war zuvor sogar Trainer bei Real Madrid und bei Manchester United. Diese Kontinuität auf dem Trainerposten macht sich bezahlt für den Iran. Die Iran Wettquoten auf ein Weiterkommen bleiben dennoch extrem hoch - das Niveau seiner Spieler kann ein Auswahltrainer wie Queiroz auch nicht ändern.

Bisherige WM-Teilnahmen und Erfolge des Iran

Wie schon angedeutet, kam das "Team Melli", wie nicht nur bei der WM 2018 Iran auch genannt wird, bei allen vier Teilnahmen an einer WM nicht über die Vorrunde hinaus. Nur ein einziger Sieg gelang, 1998 beim 2:0 über die USA. Dies bedeutet dann auch den sportlich größten Erfolg bei einer WM: überhaupt mal ein Spiel gewonnen zu haben. Hoffnung auf ein besseres Resultat macht vor der WM 2018 Iran der Umstand, dass man in 18 Qualifikationsspielen in Asien keine einzige Niederlage hinnehmen musste. Und doch ist die Gruppenkonstellation nicht dazu geeignet, die Iran Wettquoten entscheidend sinken zu lassen. Im Gegenteil, müsste schon viel zusammenkommen, damit der Iran überhaupt Punkte in dieser Gruppenkonstellation holt. Von einem Aufstieg ins Achtelfinale kann das Team realistisch gesehen nur träumen. Und so dürfte alles andere als drei Niederlagen in der Vorrundengruppe des Iran schon als Erfolg gewertet werden.

Sehr schwierige Gruppe B für den Iran

Die Konstellation in Gruppe B sieht bei der WM 2018 Iran als krassen Außenseiter in seiner Gruppe, dabei ist nicht mal ein Team aus der CONMEBOL dabei. Da wäre zunächst Europameister Portugal, der als Gruppenkopf gesetzt ist. Dann folgt der Weltmeister und dreifache Europameister Spanien, der zu allem Unglück auch noch in die Gruppe des Iran gelost wurde. Einzig gegen das dritte Team im Bunde, Marokko vom afrikanischen Verband CAF, dürfte man sich realistisch Hoffnungen auf einen (Teil-) Erfolg ausrechnen. Die Marokkaner werden allgemein aber ebenfalls als stärker als der Iran eingeschätzt, liegen aber nicht derart völlig außer Reichweite des Iran wie die beiden Teams aus der UEFA, Portugal und Spanien. Kleiner weiterer Hoffnungsschimmer für den Iran ist, dass Portugal bei einem Sieg über Spanien vor dem letzten Gruppenspiel gegen den Iran bereits fürs Achtelfinale qualifiziert sein könnte und eine B-Elf einsetzt. Dann könnte es mit einer Überraschung doch klappen.

Iran Wettquoten gegen Marokko ganz gut

Für ein Team mit der WM-Bilanz des Iran - 1 Sieg aus 12 WM-Spielen - ist es schon ein positives Zeichen, wenn die Iran Wettquoten vor einer Partie bei einer WM nicht astronomisch hoch sind. Und das ist der Fall beim ersten Spiel des WM Team Iran 2018, wenn der Gegner Marokko heißt. Dieser hat zwar ganz wie der Iran ebenfalls eine recht starke Defensive. Doch im Prinzip steht und fällt bei Marokko alles damit, dass der einzige Topmann im Kader die Defensive und dann auch noch den Spielaufbau richtet. Die Rede ist vom Ex-Bayernspieler Medhi Benatia, der inzwischen bei Juventus Stammspieler ist und auch regelmäßig in der Champions League auf höchstem Niveau überzeugt. Benatia ist dafür verantwortlich, dass Marokko in Afrikas Fußball wieder eine Macht ist. Gleichwohl wird an seiner Person auch deutlich, was den meisten übrigen Spielern im Kader von Marokko fehlt.

Spanien: Zweiter Gegner des Iran in Gruppe B

Spanien ist höchst erstaunlicherweise nur in Topf 2 bei der Auslosung gewesen. Dabei schalteten sie Italien in ihrer UEFA Qualifikationsgruppe aus, ließen auch in Testspielen nur wenig anbrennen. Doch so ist es nun mal - sehr zum Leidwesen vom WM Team Iran 2018. Denn die Iraner dürften gegen die mit allen Wassern gewaschenen und technisch absolut überlegenen Spanier nicht den Hauch einer Chance haben. Zwar hat sich auch das Nationalteam von Spanien vom einschläfernden Tiki-Taka verabschiedet und hat unter seinem neuen Trainer Julen Lopetegui deutlich mehr Zug zum Tor. Das bedeutet aber nicht, dass die Spielanteile des Iran in einem Duell mit Andres Iniesta, Sergio Ramos und Co. signifikant höher sein werden als ohne Tiki-Taka. Die Iran Wettquoten dürften so hoch liegen wie bei keinem weiteren Spiel des Iran in der Vorrunde - und damit für sie wohl beim gesamten WM-Turnier.

Der dritte Gegner vom Team WM Iran 2018: Portugal

Portugal ist tatsächlich mehr als nur Cristiano Ronaldo. Der mehrfache Gewinner der Champions League und ebenso mehrfache Weltfußballer des Jahres ist zwar herausragend besser als das restliche Team. Fußball spielen können aber auch die übrigen Spieler im Kader des amtierenden Europameisters. Allerdings ist Cristiano Ronaldo trotz aller Klasse davon abhängig, dass sein Team für ihn Chancen kreiert. Bleibt dies aus, ist Portugal oft ratlos, wie man nicht nur in der Vorrunde der EM 2016 gesehen hat, sondern auch in den letzten Testspielen seit der gelungenen Qualifikation für die WM. Unter anderem verlor man gegen die gar nicht qualifizierten Niederlande mit 0:3. Darf der Iran da zumindest hoffen, auch ein achtbares Remis gegen Portugal zu erreichen? Ja, denn hoffen darf man im Fußball immer. Wie die Iran Wettquoten dann tatsächlich aussehen werden, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Diese werden nicht so hoch sein wie gegen Spanien, aber durchaus hoch.

Wie stehen die Chancen des Iran?

Ohne einen Gegner aus der CONCACAF in der Gruppe und mit den starken Afrikanern vom CAF aus Marokko sollte allen Beteiligten klar sein, dass der Iran nur nach Russland reist, um wenigstens einen Punkt zu ergattern. Vielleicht wird es auch mehr, am wahrscheinlichsten bleibt aber die Heimreise mit 0 Punkten als Gruppenletzter. Ob das den Fans daheim im Iran auch so klar ist, darf bezweifelt werden. Dies ändert aber nichts daran, dass der Iran als einer der krassesten Außenseiter des gesamten Turniers zu gelten hat. Ein weiteres Indiz, wie schlecht es zurzeit im internationalen Vergleich um die Konkurrenzfähigkeit des Fußballs aus Asien bestellt ist. Es bleibt bei der WM 2018 Iran nur, auf seine starke Defensive zu vertrauen und dann mit viel Spielglück irgendwie Tore zu erzielen. Das soll auch gegen Teams wie Portugal oder Marokko möglich sein - gegen Spanien: eher nicht.

Fazit: Wie weit kommt der Iran bei der WM 2018?

Wie all die bis hierhin dargelegten Informationen veranschaulichen, kann der Iran nicht ernsthaft hoffen, den Cut nach der Vorrunde zu überstehen. Dennoch wollen die stolzen Iraner sich und ihr Land natürlich so teuer wie möglich verkaufen, was allerdings in Gruppe B ein äußerst schwieriges Unterfangen wird. Sucht man die Iran Wettquoten auf den Titel, muss man ganz weit nach unten in der Liste schauen. Diese Werte erreichen astronomische Höhen, was nichts anderes bedeutet, als dass der Iran nun mal "keine Chance" auf den WM-Titel hat. Und selbst im Fußball, wo vieles passieren kann, wird der Iran nicht mal in die Nähe dessen kommen, seine Gruppe zu überstehen und ins Achtelfinale einzuziehen. Dafür ist selbst bei einem Teilnehmerfeld mit 23 Nationen das Gefälle zwischen den Topteams und jenen auf Rang 25 bis 32 einfach zu groß.