Die ausführliche Fußball WM Geschichte

Der Blick auf die Fußball WM Geschichte zeigt auf: Die FIFA Fußball Weltmeisterschaft mit den 32 WM 2018 Mannschaften findet 2018 zum 21. Mal statt. Seit der Erstaustragung 1930 in Uruguay fand die Endrunde alle vier Jahre in einem anderen Land statt. Ausnahme stellt hier lediglich die Zeit zwischen 1938 und 1950 dar. Die Austragung der Weltmeisterschaft in Russland ist eine Premiere für das Land. In der Fußball WM Geschichte wurde die Endrunde noch nie in Russland ausgetragen. Wir blicken auf die Historie, die Austragungsorte Fußball WM Geschichte und die Liste Fußballweltmeister.

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Die Liste Fußballweltmeister

• WM 1930 in Uruguay – Weltmeister: Uruguay • WM 1934 in Italien - Weltmeister: Italien • WM 1938 in Frankreich - Weltmeister: Italien • WM 1950 in Brasilien - Weltmeister: Uruguay • WM 1954 in der Schweiz - Weltmeister: Deutschland • WM 1958 in Schweden - Weltmeister: Brasilien • WM 1962 in Chile - Weltmeister: Brasilien • WM 1966 in England - Weltmeister: England • WM 1970 in Mexiko - Weltmeister: Brasilien • WM 1974 in Deutschland - Weltmeister: Deutschland • WM 1978 in Argentinien - Weltmeister: Argentinien • WM 1982 in Spanien - Weltmeister: Italien • WM 1986 in Mexiko - Weltmeister: Argentinien • WM 1990 in Italien - Weltmeister: Deutschland • WM 1994 in den USA - Weltmeister: Brasilien • WM 1998 in Frankreich - Weltmeister: Frankreich • WM 2002 in Japan & Südkorea - Weltmeister: Brasilien • WM 2006 in Deutschland - Weltmeister: Italien • WM 2010 in Südafrika - Weltmeister: Spanien • WM 2014 in Brasilien - Weltmeister: Deutschland

Der Beginn der Fußball WM Geschichte

Die Geschichte der Fußball WM beginnt in Uruguay. Das erste Turnier fand vom 13. bis 30. Juli statt. Der Austragungsort für die erste Fußball WM der Geschichte wurde gewählt, da Uruguay sich bei den olympischen Fußballturnieren 1924 und 1928 durchsetzen konnte. Als großer Konkurrent stand Italien zu Verfügung, aufgrund der Interessen einiger Geldgeber wurde das Turnier aber schlussendlich in Uruguay ausgetragen. Statt der heute üblichen 32 Mannschaften nahmen lediglich 13 an der ersten Endrunde der Geschichte teil. In vier Gruppen konnte jeweils das erstplatzierte Team das Ticket für die K.O.-Phase lösen. Diese startete direkt mit dem Halbfinale. Im Finale standen sich dann Gastgeber Uruguay und Argentinien gegenüber. Zwei große Diskussionen ereigneten sich bereits vor Beginn des Spiels. Zum einen untersagte der Schiedsrichter die Mitnahme eines Revolvers, weshalb vor Anpfiff rund 1600 Revolver von den Fans eingesammelt wurden. Die zweite Diskussion fand aber dann tatsächlich auf dem Platz statt. Die Mannschaften konnten sich nicht auf einen Spielball einigen. Am Ende wurde ein Kompromiss getroffen. Die erste Halbzeit wurde mit einem argentinischen, die zweite mit einem Ball aus Uruguay gespielt. Am Ende konnte sich Uruguay mit 4:2 durchsetzen und wurde als erste Mannschaft der Fußball WM Geschichte Weltmeister.

Italien nutzt den Heimvorteil

Die zweite Weltmeisterschaft fand vier Jahre später in Italien statt. Auch bei diesem Turnier konnte sich der Gastgeber durchsetzen und Italien wurde zum zweiten Weltmeister der Fußball WM Geschichte gekürt. Der Turniersieg wurde jedoch von Vorwürfen der Bestechung überschattet. Insgesamt nahmen 16 Mannschaften an der Endrunde teil, die komplett als K.O.-phase ausgetragen wurde. Im Finale trafen die Italiener auf die Tschechoslowakei, die in der Verlängerung mit 2:1 besiegt werden konnte. Besonders im Vordergrund stand Schiedsrichter Ivan Eklind. Er hat Italien schon im Halbfinale maßgeblich gegen die Mannschaft aus Österreich geholfen und auch im Finale war der Unparteiische nicht ganz so unparteiisch. Italien gewann zwar den WM-Titel, verlor jedoch viel Ansehen.

Vor und nach dem Krieg

Bei der Vergabe der WM 1938 setzte sich Frankreich klar gegen Argentinien und Deutschland durch. Schon im Vorfeld ereignete sich einiges, nicht zuletzt durch die politisch angeheizte Stimmung. Österreich stellte kein eigenes Team, da das Land an Deutschland angeschlossen wurde. In Spanien herrschte Bürgerkrieg, weshalb die Spanier auf eine Teilnahme verzichteten und Argentinien und Uruguay blieben aufgrund der Vergabe an Frankreich aus Protest fern. Auch dieses Turnier wurde, wie schon das davor in Italien, nur als K.O.-Phase ausgetragen. Gastgeber Frankreich musste sich bereits früh aus dem Turnier verabschieden. Im Finale traf Weltmeister Italien auf Ungarn. Beide Mannschaften hatten ein starkes Turnier gespielt, doch Italien wurde seiner Favoritenrolle gerecht und konnte sich mit einem 4:2 den zweiten WM-Titel der Fußball Geschichte sichern. Nach zwölf Jahren Pause fand 1950 die vierte Weltmeisterschaft in Brasilien statt. 13 Nationen traten dort um den Titel an. Das Turnier war von der Nachkriegszeit geprägt. So mussten Österreich und Frankreich aufgrund der Situation im Land auf die Teilnahme verzichten, während der DFB noch nicht wieder in die FIFA aufgenommen war. Statt einem K.O.-modus wurde das Turnier in zwei Gruppenphasen ausgetragen. Daher gab es eigentlich kein Finale, doch im letzten Spiel trafen Brasilien und Uruguay im direkten Duell aufeinander. Da das Spiel den Titelgewinn bedeutete handelte es sich also doch um ein Finalspiel. Trotz einer Führung Brasiliens gelang es Uruguay das Spiel mit 2:1 für sich zu entscheiden und den zweiten Titel der Geschichte der Fußball WM zu feiern.

1954 – Sternstunde der deutschen Fußballgeschichte

1954 fand die Weltmeisterschaft mit 16 teilnehmenden Mannschaften in der Schweiz statt. Dabei wurde zum ersten Mal das heute bekannte System einer Gruppenphase mit anschließender K.O.-phase verwendet. Der Modus war jedoch sehr umstritten, da so eines der Top Teams früh hätte ausscheiden können. Daher wurden lediglich zwei Gruppenspiele ausgetragen – die gesetzten Teams ersparten sich so ein direktes Aufeinandertreffen. Bei Punktegleichheit wurde nicht das Torverhältnis herangezogen, sondern ein Entscheidungsspiel abgehalten (bei Punktegleichheit zwischen Platz 2 und Platz 3) oder das Los bemüht (Punktegleichheit zwischen Platz 1 und Platz 2). Das Finalspiel in Bern zwischen Ungarn und Deutschland ist heute vermutlich jedem bekannt, konnte doch erstmals in der Fußball WM Geschichte Deutschland Weltmeister werden. Nach einem 2:0 Rückstand konnte sich das deutsche Team schon vor der Pause zurückmelden und zum 2:2 ausgleichen. In der 84. Minute gelang Helmut Rahn dann der entscheidende Treffer zum 3:2. Deutschland war Weltmeister, das Wunder von Bern war geboren.

Die nächsten Turniere

Die Weltmeisterschaft 1958 hätte ursprünglich in Südamerika ausgetragen werden sollen, doch da sich Schweden als einzige Nation überhaupt für die Austragung beworben hatte, fand das Turnier dort statt. Insgesamt nahmen auch hier 16 Mannschaften teil. Prominent war die Abwesenheit des zweimaligen Weltmeisters Italien. Neben den Niederlanden, Spanien und Uruguay konnte sich Italien nämlich nicht für das Turnier qualifizieren. Spieler der WM war ohne Frage Brasiliens Pele. Der spätere Weltfußballer zeigte sich von seiner besten Seite und erzielte im Finale gegen Schweden zwei Treffer. So konnte sich Brasilien mit einem 5:2 Sieg gegen die Gastgeber den ersten von fünf Weltmeistertiteln sichern. Nach den Weltmeisterschaften 1954 und 1958 fand die WM 1962 wieder in Südamerika statt. Favorisiert war eigentlich Argentinien, Chile setzte sich jedoch mit 32:11 Stimmen durch und wurde trotz des heftigen Erdbebens von 1960 als Austragungsort für die bereits siebte Endrunde der Fußball WM Geschichte ausgewählt. Das Turnier wurde im mittlerweile bekannten Modus mit einer Gruppenphase mit anschließender K.O.-phase ausgetragen. Gastgeber Chile musste sich im Halbfinale einer starken brasilianischen Mannschaft mit 2:4 geschlagen geben. Die Brasilianer konnten auch im Finale nicht gestoppt werden und verteidigten ihren Titel gegen die Tschechoslowakei mit einem 3:1 Sieg.

Das Wembley-Tor

36 Jahre dauerte es, bis die Weltmeisterschaft erstmals im Mutterland des Fußballs ausgetragen wurde. In England fand erstmals ein offizielles Eröffnungsspiel statt. Die Ehre dieses auszutragen war natürlich dem Gastgeber vorbehalten. Die erste Überraschung des Turniers erfolgte bereits in der Gruppenphase. Weltmeister Brasilien musste nach zwei Niederlagen nämlich bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Die Überraschung des Turniers war vermutlich Portugal. Nicht nur, weil der Neuling sich in der Gruppenphase gegen Brasilien durchsetzen konnte. Die Portugiesen lagen im Viertelfinale gegen Nordkorea bereits 3:0 hinten, bis Eusebio das Spiel drehte. Innerhalb von nur 32 Spielminuten erzielte er vier Treffer und bereitete einen vor. Im Finale, das zwischen Gastgeber England und Deutschland ausgetragen wurde, gab es dann den nächsten Aufreger. Mit einem 2:2 Ausgleich in der Nachspielzeit konnte sich Deutschland in die Verlängerung retten. In dieser schoss Hurst den Ball an die Unterkante der Latte, von wo aus er vertikal nach unten prallte und ins Tor-Aus geköpft wurde. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Tor. Das legendäre Wembley-Tor war geboren.

Mexiko erstmals Gastgeber

Auch bei der neunten Ausgabe der Weltmeisterschaft konnte sich Argentinien nicht als Gastgeber durchsetzen. Mit 56:32 Stimmen ging die Austragung an Mexiko. Insgesamt 16 Teams nahmen am Turnier teil. Gastgeber Mexiko und der amtierende Weltmeister England waren von Beginn an gesetzt. Im Finale trafen die beiden zweimaligen Weltmeister Italien und Brasilien aufeinander. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte begann die Kondition der Italiener jedoch nachzulassen und Brasilien sicherte sich mit einem 4:1 Sieg den dritten Titel der Geschichte der Fußball WM.

Geschichte der Fußball WM: Deutschland erneut Weltmeister

Bei der Endrunde 1974 in Deutschland wurde das System ein weiteres Mal umgekrempelt. Die erste Gruppenphase war zwar gleich, doch danach wurde auf die K.O.-phase verzichtet. Stattdessen wurden die besten acht Teams erneut in zwei Gruppen aufgeteilt. Die jeweiligen Gruppensieger spielten dann im Finale gegeneinander. Die erste große Überraschung gab es jedoch bereits in der Vorrunde. Im einzigen Aufeinandertreffen zwischen BRD und DDR konnte sich die DDR überraschend mit 1:0 durchsetzen. Durch Siege in den Spielen zuvor war die BRD allerdings bereits für die nächste Runde gesetzt. Enttäuschend verlief die WM für Italien. Nach einer schwachen Vorrunde musste bereits früh die Heimreise angetreten werden. Im Finale trafen dann Deutschland und Niederlande aufeinander. Nachdem die Niederlande bereits in der ersten Minute durch einen Strafstoß in Führung gingen konnte sich die BRD-Elf aber wieder ins Spiel kämpfen. In der 42. Minute erzielte Gerd Müller dann das entscheidende Tor und Deutschland war zum zweiten Mal in der Fußball WM Geschichte Weltmeister. Eine weitere Überraschung gab es im Spiel um Platz 3, denn dort konnte Polen das Duell mit Brasilien für sich entscheiden.
 

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Die Schande von Gijon

Für die elfte Fußball-Weltmeisterschaft konnte sich Argentinien endlich als Gastgeber durchsetzen. Die Austragung wurde jedoch äußerst kritisch betrachtet, da in Argentinien seit 1976 eine Militärdiktatur herrschte. Bei der Endrunde wurde der gleiche Modus wie schon vier Jahre zuvor in Deutschland gespielt. Im Finale konnte sich Argentinien dann gegen die Niederlande durchsetzen. Die 13. Weltmeisterschaft in der Geschichte der Fußball WM fand 1982 in Spanien statt. Der Austragungsort war dabei schon 1966 festgelegt worden, so früh wie noch nie. In Spanien nahmen zum ersten mal 24 statt der gewohnten 16 Mannschaften an der Endrunde teil. Die Gruppenphase wurde mit sechs Gruppen à vier Teams gespielt. Die zwei besten Teams rückten in die Zwischenrunde vor. Diese wurde in vier Gruppen à vier Mannschaften gespielt. Der größte Aufreger der WM war das abschließende Gruppenspiel zwischen Österreich und der BR Deutschland. Beiden Teams genügte ein knapper Sieg der deutschen um aufzusteigen. Nach einem 1:0 für die BRD wurde der Ball also nur noch hin und her geschoben. Das Match ist heute als „Schande von Gijon“ bekannt. Seither werden die letzten Gruppenspiele immer gleichzeitig ausgetragen, um Ergebnisabsprache zu verhindern. Alle Absprache half den deutschen allerdings nichts, als das Finale gegen Italien mit 3:2 verloren wurde. Zuvor hatte sich Deutschland in einem packenden Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Frankreich durchsetzen können, in dem sich „Toni“ Schumacher mit zwei gehaltenen Elfern zum Helden krönte.

Argentinien gegen Deutschland wird zum Klassiker

Die WM 1986 wurde zum zweiten Mal nach 1970 in Mexiko ausgetragen. Der ursprüngliche Gastgeber Kolumbien hatte sich nach der Erhöhung der Teilnehmerzahl zurückgezogen. Die Viertelfinalpartien waren wohl das Highlight des Turniers. Brasilien scheiterte im Elfmeterschießen an Frankreich, Deutschland gewann im Elfmeterschießen gegen Gastgeber Mexiko („Toni“ Schumacher machte seinem Ruhm als Elferkiller wieder alle Ehre und parierte zwei Elfmeter) und Diego Maradona erzielte per Hand (Gottes) den Siegtreffer gegen England. Im vierten Viertelfinale konnte sich Belgien überraschend im Elfmeterschießen gegen Spanien durchsetzen. Im Finale kämpfte sich Deutschland nach einem 0:2 Rückstand gegen Argentinien wieder auf ein 2:2 heran, doch kurz vor Schluss konnten sich die Südamerikaner mit einem weiteren Tor den zweiten Titel ihrer Fußball WM Geschichte sichern. Bei der WM 1990 in Italien traten ein weiteres mal 24 Mannschaften um den Titel an. Gespielt wurde in einer Gruppenphase mit sechs Gruppen à vier Mannschaften. 16 davon rückten ins Achtelfinale vor. Neben den Ersten und Zweiten konnten also auch die vier besten Gruppendritten in die K.O.-phase aufrücken. Großer Aufreger des Turniers war die Spuckattacke von Frank Rijkaard gegen Rudi Völler. Deutschland setzte sich durch und traf im Finale auf Argentinien. Die Revanche für das verlorene Finale 1986 ließen sich die Deutschen nicht nehmen und gewannen den dritten WM-Titel.

Die Turniere in den USA und in Frankreich

1994 wurde die Endrunde in den USA ausgetragen. Das Turnier zählt bis heute zu den zuschauerstärksten Turnieren überhaupt. Durchschnittlich 68.500 Zuschauer waren bei den Spielen im Stadion. Das ist vor allem imposant, das Fußball in den USA kein sonderlich beliebter Sport ist. In der Gruppenphase wurden erstmals für einen Sieg 3 Punkte, statt der bisher üblichen 2 verteilt. Die erste Überraschung gab es im Achtelfinale, als sich Rumänien mit 3:2 gegen Argentinien durchsetzte. Der amtierende Weltmeister Deutschland verabschiedete sich im Viertelfinale gegen Bulgarien aus dem Turnier. Im Finale trafen Italien und Brasilien aufeinander. Beide Mannschaften riskierten wenig, weshalb es nach einem 0:0 ins Elfmeterschießen ging. Brasilien konnte sich am Ende durchsetzten und holte den vierten WM-Titel. Bei der 16. Endrunde 1998 in Frankreich waren zum ersten mal 32 Teilnehmer am Start. Eine weitere Neuerung war der Spielball. Zum ersten Mal handelte es sich um ein farbiges Modell. Die erste Überraschung des Turniers war das sang- und klanglose Ausscheiden der Spanier in der Gruppenphase. Deutschland musste sich im Viertelfinale mit 0:3 gegen die starken Kroaten geschlagen geben. Im Finale trafen Frankreich und Brasilien aufeinander. Zinedine Zidane wurden zum Held der Nation, als er beim 3:0 Erfolg zwei der Tore erzielte.

2002: Erstmals in zwei Ländern

Die WM Endrunde 2002 war in doppelter Hinsicht besonders. Nicht nur, weil das Turnier erstmals in zwei Ländern (Japan und Südkorea) ausgetragen wurde, auch weil es sich um die erste Endrunde auf dem asiatischen Kontinent handelte. In der Gruppenphase sorgte der amtierende Welt- und Europameister Frankreich für die größte Überraschung. Als Gruppenletzter schieden die Franzosen sieglos aus dem Turnier aus. Doch auch für Argentinien und Portugal war bereits in der Gruppenphase Schluss. Italien musste sich im Achtelfinale Mitgastgeber Südkorea beugen, die dadurch überraschend im Viertelfinale standen. Deutschland konnte sich dank eines überragenden Oliver Kahn im Achtelfinale gegen Paraguay (1:0), im Viertelfinale gegen die USA (1:0) und im Halbfinale gegen Südkorea (1:0) durchsetzten. Tragischer Held des Turniers war Michael Ballack, der zwar den Siegtreffer gegen Südkorea erzielte, aufgrund einer Gelbsperre aber nicht am Finale teilnehmen konnte. Im Finale fand Deutschland dann jedoch mit Brasilien seinen Meister. Durch einen Patzer des sonst fehlerlosen Oliver Kahn konnte Ronaldo zum 1:0 einlochen und für die Vorentscheidung sorgen. Brasilien feierte den fünften und bisher letzten Titel ihrer Fußball WM Geschichte.

Italien und Spanien jubeln

Das Sommermärchen 2006 in Deutschland ist vielen sicher in guter Erinnerung. Die deutsche Elf spielte ein starkes Turnier und musste sich erst im Halbfinale gegen Italien geschlagen geben. Zuvor gewann das Team um Torwart Jens Lehmann, der überraschend den Vorzug vor Oliver Kahn erhielt, im Elfmeterschießen noch gegen Argentinien. Im Spiel um Platz drei bestritt Kahn dann sein letztes Spiel für die DFB-Auswahl und Deutschland konnte sich mit einem 3:1 gegen Portugal durchsetzen. Im Finale trafen Frankreich und Italien aufeinander. Aufreger des Spiels war Zidanes Kopfstoß gegen Materazzi in der 110. Minute. Italien konnte das Spiel durch Elfmeterschießen für sich entscheiden und feierte den vierten WM-Titel. Die 19. Endrunde fand 2010 zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent statt. Mit der WM in Südafrika verbinden die meisten vermutlich die Vuvuzela-Instrumente, die in den Stadien für ohrenbetäubenden Lärm sorgen. Für die Spieler, genauer gesagt die Torhüter, war der Spielball wohl Aufreger des Turniers. Hergestellt durch eine spezielle Klebetechnik legte er teils abenteuerliche Flugbahnen hin und war sehr schwer einzuschätzen. Überraschend waren die Leistungen von Italien und Frankreich. Beide Finalteilnehmer von 2006 mussten bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Das Finale zwischen Spanien und den Niederlanden war von Härte geprägt. 13 gelbe Karten sowie eine gelb/rote Karte sprechen für sich. Am Ende konnten sich die Spanier durch ein Tor von Andres Iniesta in der Verlängerung durchsetzten und ihren ersten WM-Titel feiern.

Fußballweltmeister 2014: Deutschland

Die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien war schon im Vorfeld von Protesten der brasilianischen Bevölkerung überschattet. Vor allem die Bedingungen, unter denen die Arbeiter an den Stadien arbeiten mussten wurden in den Fokus gerückt. Ebenfalls negativ werden die Spanier das Turnier in Erinnerung haben. Nach einer 1:5 Niederlage im ersten Spiel gegen die Niederlande und einer weiteren Niederlage gegen Chile war das Turnier für die Iberer gelaufen und der Traum auf die Fußballweltmeister 2014 aus. Doch auch Italien und England bekleckerten sich in Brasilien nicht mit Ruhm. Deutsche Fans werden sich nicht nur wegen des Titelgewinns gern an das Turnier in Brasilien erinnern. Mit einem fulminanten 7:1 setzte sich die deutsche Mannschaft gegen Brasilien durch und wurde Fußballweltmeister 2014. Die höchste Niederlage der Gastgeber überhaupt. Doppelt bitter, denn Miroslav Klose konnte sich mit dem Tor zum 2:0 vor Brasiliens Stürmerlegende Ronaldo schießen und ist mit 16 Treffern alleiniger Rekordtorschütze bei WM Endrunden. Das Finale war eine Neuauflage von 1986 und 1990. Während beim ersten Mal die Argentinier die Oberhand hatten, konnte sich Deutschland 1990 revanchieren und den Titel holen. Und auch dieses Mal sollte sich Deutschland durchsetzen und Fußballweltmeister 2014 werden. Mario Götze erzielte in der 113. Minute den Siegtreffer und krönte Deutschland zum Fußballweltmeister 2014.