Buchmacher-Vergleich: Bwin gegen Interwetten

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2018

Etwa zu der Zeit, als das Internet ein Massenmedium wurde, ging der ursprünglich österreichische Buchmacher Interwetten online: im Jahr 1997. Das Unternehmen ist mittlerweile in Gzira, Malta als Interwetten Gaming Limited registriert und besitzt somit eine maltesische Lizenz für Glücksspiel innerhalb der EU. Jährlich setzt die Firma 350 Millionen Euro um, die von etwa 1,2 Million Kunden stammen. Neben Sportwetten werden auch Casino, Rubellose und Virtual Football angeboten.

Konkurrent Bwin, genauer gesagt die Bwin Interactive Entertainment AG, ist immer noch ein österreichisches Unternehmen, ansässig in Wien. Mit 20,3 Millionen Kunden und täglich bis zu 90.000 Wetten macht der Konzern einen Umsatz von 768,9 Millionen Euro. Unser Vergleichstest wird zeigen, wer der bessere Buchmacher ist.

Wettangebot und Wettquoten

bwin gegen interwetten: interwetten logoBei Interwetten ist die Auswahl nicht besonders groß, dürfte aber für Freizeitspieler ausreichend sein. Kunden haben die Wahl zwischen circa 30 Sportarten. Insgesamt gibt es jährlich Quoten für rund 150.000 Veranstaltungen. Selbst etwas ungewöhnlichere Sportarten wie Bandy und Segeln sind zu finden. Der Bookie versucht immerhin Abwechslung zu bieten. Davon zeugt auch das Angebot von Politik- und Unterhaltungswetten wie etwa „Schlag den Raab“ oder „Deutschland sucht den Superstar“.

Im Detail sind die Wettoptionen aber begrenzt. Selbst in der Fußball Champions League gibt es kaum mehr als 50 Sonderwetten pro Spiel.

bwin gegen interwetten: bwin logoBei Bwin ist das Wettangebot dagegen sehr viel größer. Täglich zeigt der Buchmacher mindestens 30.000 einzelne Wetten auf dem Monitor. An Wochenenden können es durchaus noch viel mehr sein. Jährlich gibt es bei den Wienern circa 90 Sportarten zur Auswahl.

Generell gibt es kaum etwas, was es nicht gibt, auch Sport wie Bowling und Cricket ist dabei. Beim Fußball können bis in die Regionalliga Wetten abgegeben werden. Und nicht nur dort, sondern auch in anderen Sportarten kann bei lokalen Veranstaltungen gesetzt werden.

Die Quoten sind dagegen eher mittelmäßig. Ein Quotenschlüssel von 91 bis 93 Prozent je nach Spiel ist eher als durchschnittlich zu bezeichnen. Auch bei sehr wichtigen Fußball-Events sieht es da kaum besser aus. Ausnahmen gibt es bei anderen Sportarten: Bei US-Sport wie Baseball oder American Football stehen auch mal überdurchschnittliche Quoten.

Bei Interwetten sieht es ähnlich aus. Der durchschnittliche Auszahlungsschlüssel in den oberen Fußball-Ligen liegt bei 91 bis 92 Prozent. Immerhin gibt es dabei nur geringe Schwankungen, womit eine gewisse Verlässlichkeit beim Wetten gegeben ist.
Ganz gut sieht es bei Favoritenwetten aus. Hier gibt es bei Interwetten oft sehr gute Quoten für die besten Mannschaften, was insbesondere für Hobby-Spieler gut ist. Fans, welche auf den FC Bayern München oder FC Barcelona setzen, bekommen oft sehr gute Auszahlungen im Fall eines Gewinns. Somit können sich bei diesem Anbieter vor allem Kombiwetten auf Favoritentipps lohnen. Für Außenseiter sieht das allerdings ganz anders aus.

Unterm Strich ist das Wettangebot von Bwin besser.

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Wettbonus: Bwin gegen Interwetten

Interwetten hat ein recht flexibles Bonus-Modell: Nach einer Mindesteinzahlung von 10 Euro bekommen Neukunden in den nächsten zehn Tagen auf alle folgenden Einzahlungen einen 100-Prozent-Bonus, bis die maximale Bonushöhe von 100 Euro erreicht ist. Problematisch ist aber, dass die Prämie dann innerhalb von nur 14 Tagen freizuspielen ist. Bei Interwetten muss zwar nur der Bonusbetrag und nicht der Einzahlungsbetrag umgesetzt werden, dafür allerdings fünf Mal.

Interwetten Bonus

Bei Interwetten kann ein Willkommensbonus einkassiert werden

Jedes Mal, wenn man die Prämie bei Interwetten einmal durchgespielt hat, bekommt man 20 Prozent der Bonussumme gutgeschrieben. Die erforderliche Mindestquote beträgt dabei 1,7. Man darf bei Interwetten den Bonus auch im Casino freispielen. Das Angebot gilt für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien, Zypern, Holland, Liechtenstein, Luxemburg und Monaco.

Der Bwin-Bonus ist nur halb so groß wie bei Interwetten: Neukunden bekommen eine 100-prozentige Einzahlungsprämie bis zu gerade mal 50 Euro. Zwischen Registrierung und dem ersten Geld-Transfer aufs Spielerkonto dürfen Kunden sich ein ganzes Jahr Zeit lassen.

Die Bedingungen schreiben vor, dass der Spieler den Bonus plus Einzahlung dreimal umsetzt, ehe eine Gewinnabhebung möglich ist. Das Gute ist, dass Bwin dabei komplett auf eine Mindestwettquote verzichtet, während die Quote bei Interwetten mindestens 1,7 betragen muss. Allerdings gilt der Bwin-Bonus nicht für Bewohner der Schweiz.

Wegen der Höhe des Betrages ist die Interwetten-Prämie jedenfalls attraktiver.

Livewetten und Livestreams

Interwetten hat für Livewetten viel zu bieten. Das Live-Center des Buchmachers beeindruckt durch seine Bedienerfreundlichkeit. Mit dem „One-Click“-Button können Einsätze in Sekundenbruchteilen platziert werden.

Der Schwerpunkt des Angebots liegt bei Fußball und Tennis. Auch für Eishockey, Handball, Volleyball oder Tischtennis gibt es Livewetten. Es kann bei fast allen wichtigen Veranstaltungen in Echtzeit gesetzt werden. Die Qualität stimmt.

Das Live-Wettenangebot ist auch bei Bwin sehr groß. Der Schwerpunkt liegt ebenfalls bei Fußball und Tennis. Doch auch bei Eishockey, Basketball, Handball und vielen unbekannteren Sportarten kann in Echtzeit gewettet werden. Die Nutzerfreundlichkeit der Webseite ist dabei sehr gut. Auch hier gibt es eine „One-Click“-Funktion für Wetten in Sekundenbruchteilen.

Bwin überträgt rund um die Uhr mit Livestreams Sport in Echtzeit. Die deutsche Fußball-Bundesliga überträgt der Anbieter jedoch aus lizenzrechtlichen Gründen im deutschsprachigen Raum nicht. Auch Interwetten zeigt Livestreams.

Bezüglich Livewetten geht der Vergleichstest zwischen Bwin und Interwetten somit unentschieden aus.

Seriosität / Lizenz

Interwetten ist ein altbekannter Anbieter mit viel Erfahrung in der Branche und tritt als solcher entsprechend seriös auf. Schon zu Beginn der 90er begann seine Erfolgsgeschichte, damals noch mit telefonischer Tippabgabe oder per Post. Auch das Internetgeschäft mit Beginn im Jahr 1997 hat im Vergleich zu anderen Buchmachern schon eine lange Tradition. Dabei hat sich das Unternehmen einen guten Ruf erarbeitet, wobei auch das Sponsoring des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart seinen Teil beigetragen hat. Die Lizenzierung in Malta für das EU-Geschäft verspricht zusätzliche Sicherheit.

Bwin hat eine Lizenz der Behörden von Gibraltar und kann daher ebenfalls in der ganzen Europäischen Union Sportwetten organisieren. Missbrauch des Spieler-Kontos wird auch verhindert: Vor der ersten Auszahlung muss der Kunde nämlich eine Ausweis-Kopie an Bwin senden. Das geht problemlos über die Webseite.

Für die Seriosität des Unternehmens spricht auch das Engagement des Unternehmens im europäischen Fußball. Vereine wie Bayern München und Real Madrid sind wichtige Werbe-Partner.

Beide Konkurrenten, Interwetten und Bwin, gelten somit als seriös.

Kundensupport

Interwetten hat sogar schon Preise für den Support gewonnen. Damit sollte die Servicequalität sichergestellt sein. Auf Fragen gibt es auch meist eine freundliche und kompetente Antwort. Der Kundendienst ist zudem rund um die Uhr erreichbar. Die Reaktion per E-Mail erfolgt meist binnen weniger Stunden.

Zusätzlich gibt es auch eine telefonische Hotline, die allerdings die Kosten eines Auslandstelefonats verursacht. Leider ist auch kein Live-Chat vorhanden.

Die Qualität des Bwin-Kundendienstes gilt unter Sportwettern als durchwachsen. Das liegt am oft langsamen Tempo bei der Reaktion auf E-Mails. Immerhin ist auch hier der unmittelbare Kontakt per Telefon möglich. Allerdings sind die Angestellten nur über eine Wiener Hotline werktags zwischen 10 und 22 Uhr sowie am Wochenende zwischen 12 und 20 Uhr zu sprechen. Vor allem am Samstag und am Sonntag kann das für viele Kunden enttäuschend sein, wenn man abends wetten will. Wie bei Interwetten gibt es leider auch keinen Live-Chat.
Wegen der besseren Erreichbarkeit des Kundendiensts und der schnelleren Reaktion per E-Mail entscheidet Interwetten diese Runde für sich.

Ein- und Auszahlungen

Bei Bwin gibt es zwar genügend Transaktionsoptionen, sie sind jedoch nicht völlig gebührenfrei. Kunden, die mit Visacard, MasterCard oder Diners Club einzahlen, werden mit einer zweiprozentigen Gebühr belastet.

Überweisungen sind auch mit den Direktbuchungssystemen von GiroPay und Sofortüberweisung.de in Echtzeit möglich, was somit eine Alternative zu den Kartenzahlungen darstellen kann. PayPal wird glücklicherweise mit angeboten. Auch akzeptiert werden Skrill by Moneybookers, Neteller, Click2Pay und ClickandBuy, genauso wie Paysafecard und Ukash. Interessanterweise ermöglicht Bwin auch eine Lastschrift-Abbuchung vom Girokonto. Auszahlungen erfolgen erfahrungsgemäß recht flott bei den Wienern.

Noch mehr Gebühren als Bwin verlangt Interwetten für Transaktionen. So kosten die Kreditkarten von Visa, MasterCard und Diners Club ebenfalls zwei Prozent Spesen. Bei den Prepaidkarten Ukash und der Paysafecard gibt es sogar eine dreiprozentige Gebühr. Auch unüblich ist der 2-Prozent-Abzug bei den e-Wallets von Neteller, Skrill by Moneybookers und ClickandBuy. Gebührenfrei sind PayPal, Banküberweisung, sowie GiroPay und Sofortüberweisung.de. Kostenlos ist auch die Maestro-Karte.

Die erste Auszahlung kann grundsätzlich nur per Banküberweisung ausgeführt werden. Später kann der Kunde auch andere Transaktionsoptionen auswählen. Allerdings sind nur die Auszahlungsmethoden verfügbar, die schon bei der Einzahlung benutzt wurden.

Wegen der höheren Gebühren bei Interwetten gewinnt Bwin den Transaktionsvergleich. Erwähnenswert ist aber auch, dass bei anderen Anbietern gar keine Gebühren verlangt werden. Insofern enttäuschen hier beide Kontrahenten.

Wettsteuer

Seit Sommer 2012 gibt es eine einschneidende Änderung für Online-Buchmacher und ihre Kunden, denn seit diesem Zeitpunkt will das deutsche Finanzamt mit fünf Prozent an den Wettgewinnen teilhaben. Interwetten und Bwin erfüllen beide diesen Wunsch auf Geld ohne erkennbare Gegenleistung. Zwar bleiben verlorene Wetten steuerfrei, aber bei einer gewonnenen Wette werden die fünf Prozent vom Brutto-Gewinn des Kunden entnommen.

Dass es auch anders geht, zeigen allerdings Anbieter wie Tipico, welche die Steuer für den Kunden aus eigener Tasche bezahlen. Das hat zu einer steigenden Popularität dieses Buchmachers geführt. Es ist zu hoffen, dass sich Bookies wie Interwetten und Bwin in der Zukunft an diesem Vorbild orientieren.

 

Fazit: Bwin gegen Interwetten

Wegen des besseren Wettangebots kann Bwin diesen Vergleichstest knapp für sich entscheiden, obwohl Interwetten bei einigen Kriterien besser ist, zum Beispiel bei der Höhe des Neukundenbonus. Allerdings ist die Wettauswahl nun mal mit das Wichtigste für die Spieler. Wer allerdings oft Hilfe vom Kundenservice benötigt, sollte prüfen, ob ihm das Angebot von Interwetten nicht doch ausreicht. Bei Livewetten sind die Unterschiede sowieso nicht groß. Negativ stoßen bei Interwetten allerdings auch die vielen Gebühren für Geld-Transaktionen auf.

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