Gonzalo Castro

Gonzalo Castro Gonzalo Castro heißt mit vollständigem Namen Gonzalo Castro Randón. In der Bundesliga steht Castro für Borussia Dortmund auf dem Platz, für die deutsche Nationalmannschaft brachte er es auf fünf Länderspiele.  

Rolle von Gonzalo Castro bei Borussia Dortmund

  Dank einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, wechselte Gonzalo Castro zur Saison 2015/16 von Bayer 04 Leverkusen zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund. Nachdem der Konkurrenzkampf in der „Werkself“ immer größer wurde, entschied er sich für einen Wechsel zu „Schwarz-Gelb“. Bei seinem neuen Arbeitgeber kam Gonzalo Castro bislang noch nicht wirklich zum Zug. Auf der Position im Mittelfeld zieht er gegenüber Julian Weigel öfter den Kürzeren. Dennoch sind die Borussen von der Qualität ihres Neuzugangs überzeugt. Castro soll in Dortmund eine tragende Rolle übernehmen, denn im Gegensatz zu Weigel besitzt er schon einige Jahre Erfahrung im Bundesligafußball. Aktuell bekommt der Neu-Borusse aber zu wenig Einsatzzeiten, als das er sich hervorbringen könnte. Mit seiner technischen Spielweise passt er dennoch perfekt ins das Mannschaftsbild von Borussia Dortmund. Trotz der mangelnden Einsatzzeiten ist Castro Bestandteil der Mannschaft und fühlt sich in Dortmund auch sichtlich wohl. Der Vertrag von Gonzalo Castro bei der Borussia läuft bis zum 30. Juni 2019. Sein Marktwerkt beträgt 14 Millionen Euro (Stand: 01.07.15).

Gonzalo Castro – Fähigkeiten und Skills

  Gonzalo Castro ist einer der technisch besten Spieler der Bundesliga. Er verfügt über eine gute Grundschnelligkeit, welche durch eine sehr starke Technik und Ballkontrolle ergänzt wird. Er ist enorm dribbelstark, findet aber in engen Situationen auch den Pass für den Nebenmann. Zusätzlich dazu verfügt Castro über die Gabe, den tödlichen Pass ins Sturmzentrum auf Pierre-Emerick Aubameyang zu spielen. Durch seine Flexibilität und vielseitige Spielweise kann Castro sowohl im zentralen Mittelfeld, als auch auf den Außenbahnen eingesetzt werden. In der Regel fühlt er sich etwas weiter außen wohler, denn hier kann er seine ganze Schnelligkeit ausspielen. Gleichzeitig verfügt der Mittelfeldspieler auch über die Fähigkeit, gefährliche Flanken aus vollem Lauf zu schlagen. Das ermöglicht ihm seine gute Schusstechnik, die auch bei Standardsituationen zum Vorschein kommt.

Gonzalo Castro – Wechseln für die Titel

  Die ganz großen sportlichen Erfolge bleiben in der Geschichte von Bayer 04 Leverkusen bislang aus. Auch das war wohl einer der Gründe, warum sich Castro für einen Wechsel zur Konkurrenz entschieden hat. In Leverkusen verbrachte Castro aber dennoch eine enorm erfolgreiche Zeit. Im Jahr 1999 wechselte er vom SV Bayer Wuppertal zum Bundeligisten Bayer 04 Leverkusen. Hier biss er sich durch und schaffte ohne Probleme den Einstieg in den Profikader. Mit 17 Jahren absolvierte das damalige Mittelfeld-Talent sein Debüt für die „Werkself“ in der Bundesliga und in der Champions League. Schon in seiner ersten Saison absolvierte er über 13 Spiele und gehörte ab der zweiten Saisonhälfte immer zum Startaufgebot der Leverkusener. Im Jahr 2006 wurde Castro einer kleinen Umschulung unterzogen. Statt im Mittelfeld wurde er vermehrt in der Abwehr eingesetzt, womit er sich aber schnell abfand. Auch hier konnte Gonzalo Castro seine Fähigkeiten nutzen und spielte sich bei Bayer über mehrere Jahre als Stammspieler fest. Seit 2013 ist der Deutsche mit spanischen Wurzeln auch bei Leverkusen wieder im Mittelfeld aktiv gewesen. Trotz des gesicherten Stammplatzes hat sich Castro für den nächsten großen Schritt entschieden. Zum Zeitpunkt des Wechsels war er 27 Jahre alt, also im perfekten Fußballer-Alter. Das einzige, was dieser Bilderbuch-Karriere noch fehlt, das sind Titel. Die soll es jetzt mit dem BVB geben.  

Erfolge von Gonzalo Castro

  Wie viele Leverkusener Profis ist auch Gonzalo Castro vom „Bayer-Fluch“ betroffen. Leverkusen spielt in der Liga regelmäßig mit, ist auch international eigentlich immer vertreten, nur die Titel bleiben aus. Die bisher einzigen Beiden Erfolge, die Castro im Dress von Bayer 04 feiern konnte, waren das Finale im DFB-Pokal im Jahr 2009 und die deutsche Vizemeisterschaft im Jahre 2011. Mit der U21-Nationalmannschaft konnte er ebenfalls im Jahr 2009 die Europameisterschaft gewinnen. Hier konnte er im Finale sogar einen Treffer erzielen. Als großen Erfolg kann man wohl auch das Debüt in der Nationalmannschaft werten. 2007 absolvierte Castro in Duisburg gegen Dänemark sein erstes Länderspiel für die DFB-Elf.

Gonzalo Castro – Statistik

  Gonzalo Castro hat gegenüber anderen Profis einen großen Vorteil und das ist seine Vielseitigkeit. Er kann jede Position spielen und hat das vermutlich in seiner Karriere auch schon getan. So einen brauchst du immer in deiner Mannschaft, dementsprechend viele Spiele absolvierte Castro in seiner Laufbahn schon. Ganz oben auf dem Arbeitsnachweis steht die Bundesliga. Hier stand er 297 Mal auf dem Feld und konnte dabei 26 Treffer erzielen. 62 weitere Tore legte der Allrounder vor. In mehr als 23.000 Minuten Bundesliga bekam er zudem lediglich ein einziges Mal eine rote Karte gezeigt, zwei Mal war es gelb-rot. Wie steil die Karriere des ehemaligen Nationalspielers verlief, das zeigen seine Stationen ebenfalls. Neben der Bundesliga absolvierte der die zweitmeisten Spiele in der A-Junioren Bundesliga. Zwölf Tore in 36 Spielen konnte der wenige Mittelfeldspieler hier erzielen. In der Champions League durfte Castro bisher 20 Mal auflaufen. Einen Treffer konnte er noch nie markieren, dafür bereitete er aber zwei Tore seiner Kollegen vor.  

Gonzalo Castro – Privatleben

  Gonzalo Castro Randón wurde in Wuppertal geboren, hat aber spanische Wurzeln. In seiner Jugend erhielt er Einladungen für die spanischen U-Nationalmannschaften, lehnte aber ab. In seiner Freizeit engagiert sich der Mittelfeldspieler für die Jugendkampagne „iChance – Beser lesen, besser schreiben!“, die sich gegen die Lese- und Rechtschreibschwäche einsetzt.